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Südkoreanische Unternehmer fordern Boykott japanischer Waren

Umsatzeinbruch bei japanischen Produkten

Nachdem bereits in der südkoreanischen Bevölkerung die Forderung nach einem Boykott von japanischen Produkten laut geworden sind, schließen sich diesem Aufruf nun auch zahlreiche Unternehmer an.

Dutzende südkoreanische Unternehmer versammelten sich am Montag in Seoul und forderten einen Boykott japanischer Produkte, um so gegen die japanischen Exportbeschränkungen zu demonstrieren.

Kim Sung-min, Präsident der Korea Mart Association, forderte Ladenbesitzer auf, den Vertrieb japanischer Produkte zu boykottieren, bis die japanische Regierung sich wegen der Handelsbeschränkungen entschuldigt und diese zurückzieht. Andere Demonstranten hielten Schilder mit der Aufschrift „Unser Supermarkt verkauft keine japanischen Produkte.“

Exportbeschränkungen werden südkoreanische Wirtschaft treffen

Von den Exportbeschränkungen sind besonders Firmen wie Samsung und SK Hynix betroffen. Beide Unternehmen sind die weltweit führenden Hersteller von Speicherchips.

Anfang Juli hatten 25.000 Menschen eine Petition auf der Website des südkoreanischen Präsidentenbüros unterschrieben, in der zum Boykott japanischer Produkte aufgerufen wurde. Außerdem wird gefordert, dass man auf eine Reise nach Japan verzichten sollte.

Der Begriff „Japan boycott movement“ gehört mittlerweile zu den am häufigsten gesuchten Begriffen in der südkoreanischen Suchmaschine Naver.

Seitdem melden Einzelhändler in Südkorea einen Einbruch bei den Absätzen japanischer Produkte.

Südkorea importierte 2018 Waren im Wert von 54,6 Milliarden US-Dollar aus Japan und für 11,5 Milliarden US-Dollar Dienstleistungen.

Auch andere Wirtschaftszweige betroffen

Die Aktien einiger Tourismusunternehmen fielen diese Woche am südkoreanischen Aktienmarkt, da die Anleger besorgt sind, dass das Reisegeschäft nach Japan einbrechen wird.

Japan gehörte bis zur erneuten Eskalation der politischen Spannungen zum beliebten Reiseziel der Koreaner. 2018 reisten 7,5 Millionen Südkoreaner nach Japan.

Auch für Japan ist Südkorea dank K-Pop und Mode ein beliebtes Reiseziel.

Ob dieser Trend allerdings anhalten wird, ist, anhand der Tatsache, dass die Regierung von Japan mit der Regierung von Südkorea um Fragen der Entschädigung für Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg streiten, unklar.

Andauernder Streit wegen Entschädigung von Zwangsarbeitern

Der Streit spitzte sich im Februar zu, als ein südkoreanischer Politiker Japan als dreisten Dieb bezeichnet hatte. Auch dass Japan Anspruch auf zwei von Südkorea kontrollierte Inseln erhoben hat, hat die politische Lage weiter verschlimmert.

Bereits Ende Mai hatte das Gesundheitsministerium angekündigt, dass die Kontrollen für Meeresfrüchte aus Südkorea deutlich verschärft werden. Kurz nachdem Südkorea angekündigt hatte, das Einfuhrverbot für Fisch aus Fukushima beizubehalten.

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