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Sorge vor verstrahlten Lebensmitteln

Südkoreas olympische Athleten haben aus Sorge vor Lebensmitteln aus Fukushima eigenen Essensservice

In das olympische Dorf in Tokyo sind mittlerweile einige Athleten eingezogen. Auch die Sportler aus Südkorea haben bereits ihre Zimmer bezogen. Das Essen aus dem Dorf wollen sie allerdings nicht wirklichen essen, weswegen sie einen eigenen Essensservice haben.

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Die Nachrichtenagentur Yonhap meldete am Sonntag, dass die südkoreanische Delegation einen eigenen Essensdienst mitgebracht hat. Grund dafür sei die Sorge vor Lebensmitteln aus Fukushima, die für die Mahlzeiten im Dorf verwendet werden könnten.

Eigenen Köche bereiten Lunchboxen und Snacks zu

In der Präfektur kam es 2011 zur nuklearen Katastrophe und ein großer Teil der Region wurde verseucht. Mittlerweile gilt allerdings die Mehrheit der Lebensmittel aus der Präfektur wieder als sicher und wird auch wieder exportiert.

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Südkorea traut dem Ganzen anscheint aber nicht und nimmt den zusätzlichen Aufwand für die Essensversorgung auf sich. 420 Mahlzeiten werden nun pro Tag von einem Hotel an südkoreanische Athleten und andere an olympischen Austragungsorten und Trainingsbereichen geliefert.

Ins Dorf dürfen sie nicht gebracht werden, weil es gegen die Regeln ist. Aus dem Grund werden auch eher Lunchboxen und Snacks vorbereitet. Für eine vollwertige Mahlzeit müssen die Sportler somit trotzdem in der Kantine im Dorf essen.

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Für den eigenen Service wurden 14 Köche, Ernährungswissenschaftler und weiteres Personal extra eingeflogen. Zusätzlich wurden extra koreanische Zutaten mitgebracht. Lebensmittel aus Japan sollen hingegen auf radioaktive Strahlung getestet werden.

Südkorea bekommt wegen Banner Ärger

Neben dem eigenen Kochdienst sorgte das Team aus Südkorea noch anderweitig für Aufsehen. An den Balkons ihrer Zimmer wurde ein Banner aufgehängt, das sich auf die Invasion der Japaner in Korea bezog. Das Banner wurde entfernt, nachdem das Internationale Olympische Komitee (IOC) darauf hingewiesen hatte, dass es politisch ist und damit gegen die Regeln verstößt.

Es ist nicht das erste Mal, dass es zwischen Japan und Südkorea wegen Flaggen und Bannern Ärger gibt. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Südkorea beschwerte sich Japan über Fans, die eine Flagge der koreanischen Halbinsel schwenkten, auf der eine umstrittene Insel zu sehen war.

Südkorea forderte das IOC hingegen 2019 auf, die Flagge der aufgehenden Sonne bei den Spielen zu verbieten. Die Flagge wird oft als Symbol der imperialistischen Vergangenheit und steht schon seit Jahren international in der Kritik.

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