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Die Zeiten des Schnäppchen-Sushis sind vorbei

Sushi-Kette Sushiro erhöht Preise seiner 100 Yen-Gerichte

Die beliebte Sushi-Kette Sushiro betreibt Restaurants überall in Japan, in denen das Sushi auf dem Laufband serviert wird. Bisher war das 100 Yen-Angebot für einen Teller kaum zu schlagen. Ab dem 1. Oktober soll das aber vorbei sein. Inflationsbedingt sieht sich die Kette gezwungen, die Preise anzuheben.

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Auch in Japan war das nur eine Frage der Zeit. Nachdem die Preise für Lebensmittel und andere Dinge des alltäglichen Bedarfs bereits seit April stark angestiegen sind, fangen jetzt auch die Restaurants damit an, ihre Preise zu erhöhen. Die Fließband-Sushi-Kette Sushiro war bisher für sein 100-Yen Angebot in Japan bekannt. Die Zeiten des Tellers zum Schnäppchenpreis sind aber ab dem 1. Oktober in allen Filialen in Japan gezählt.

Schnäppchen-Sushi bleiben sie trotzdem

Die Kette betreibt aktuell über 600 Restaurants über das ganze Land verteilt. Wegen seines sehr preiswerten Angebots, das bei nur 100 Yen für ein Stück liegt, zählt Sushiro zu den beliebtesten Kaiten-Lokalen des Landes. Das Unternehmen erklärte, dass die Preisanpassung nötig geworden sei, da Ressourcen wie Fisch knapper werden und auch die Kosten für andere Zutaten, Logistik und Gehälter gestiegen sein.

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Ab Anfang Oktober werden die Restaurants in neue Kategorien, Vorstadt, Stadtrandbereich und City, eingeteilt. Die Preise richten sich dann nach der jeweiligen Standortkategorie. Erste Details zu den neuen Preisen veröffentlichte Sushiro bereits. So steigt der Preis für Gerichte auf gelben Tellern von 110 Yen (etwa 80 Cent) auf 120 Yen (etwa 90 Cent), rote Teller kosten dann anstatt 165 Yen (circa 1,20 Euro) 180 Yen (circa 1,30 Euro) und Gerichte mit einem schwarzen Schild kosten anstatt 330 Yen (etwa 2,50 Euro) 360 Yen (etwa 2,70 Euro).

detailliertes Modell
Bausatz für das perfekte Gericht Bild: Syuto

Sushiro ist krisenerprobt

Unter dem Strich bleiben also zumindest die Preiserhöhungen im moderaten Rahmen. Wie sich die Steigerungen in den anderen Kategorien auswirken, will die Kette rechtzeitig vorstellen. In vielen Städten dürften die Sushiro-Restaurants aber weiterhin zu den günstigeren Lokalen zählen. Sushiro gehört zu den umsatzstärksten Sushi-Restaurants, die ihre Speisen über ein Fließband zu den Gästen bringen, was sich durch die Preissteigerungen nicht allzu bald ändern dürfte.

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Im Schnitt kommen etwa 140 Millionen Kunden im Jahr, wobei die Kette mittlerweile auch erste Filialen im Ausland, zum Beispiel in Südkorea, eröffnet hat. In Südkorea gibt es mittlerweile 14 Filialen und weitere kommen konstant dazu. Die bisher jüngste Filiale entstand in Singapur, aber auch dort gab es bereits 2021 Probleme mit dem Fisch-Nachschub.

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