Anzeige
HomeNachrichten aus JapanSystem zur Vorhersage von Hochwasser für Tokyo entwickelt

System zur Vorhersage von Hochwasser für Tokyo entwickelt

In Japan rückt die Regenzeit immer näher und bereits vor wenigen Tagen gab es in Yakushima starke Regenfälle. Letztes Jahr kämpfte das Land schon mit enormen Wassermassen, die zahlreiche Wohngebiete überfluteten. Aus diesem Grund versucht nun Tokyo mit einem neuen System vorzubeugen und Bewohner rechtzeitig zu warnen.

Anzeige

Das Echtzeit-System zur Vorhersage soll vor allem in den städtischen Gebieten zum Einsatz kommen. Schon nächsten Monat soll es probeweise im Internet an den Start gehen. Entwickelt wurde es von Forschern der Waseda University, der University of Tokyo und anderen. Das System ist so konzipiert, dass es den Überschwemmungsgrad bei starken Regen in den 23 Bezirken der Stadt abschätzt.

LESEN SIE AUCH:  Starke Regenfälle sorgen in Yakushima für Chaos

Es schätzt den Niederschlag mithilfe des Wetterradars und weiteren Daten. Anschließend bezieht das System die Informationen auf die Straßen, Gebäuden, Flüssen und Abwasserkanäle in den einzelnen Bereichen. Auf einer Karte markiert es am Schluss farbig, wie gefährdet ein Bezirk ist. Rot steht dabei für 80 Zentimeter Wasser oder mehr und Organe für 40 bis 80 Zentimeter. Zusätzlich sind Echtzeitvorhersagen alle 30 Minuten möglich.

Dies wird ermöglicht durch die regelmäßige Auswertung von verschiedenen bodengestützten Daten. Im Vergleich zu den bisherigen Systemen ist dies ein großer Fortschritt. Die älteren Systeme nutzen häufig nur geschätzte Daten zu Regenwolken. Die reichen aber meist nicht aus.

Seinen vollen Betrieb soll das System zu den Olympischen Spielen 2020 aufnehmen, da sie ebenfalls in der Regenzeit liegen. Zuvor gab es bereits Warnungen, dass starker Regen möglicherweise unterirdische Räume und U-Bahn-Tunnel fluten könnte, was eine große Gefahr für Menschen darstellt. Mit dem System wollen die Forscher derartige Situationen verhindern. Zusätzlich können die Behörden mit Gegenmaßnahmen beginnen.

Anzeige

Quelle: NHK

Anzeige
Anzeige