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Täter des Anschlags in Shibuya plante weitere Angriffe

Der Schreck saß am 1. Januar tief, als ein Auto in die Takeshita Street in Shibuya (Tokyo) raste und mehrere Personen verletzte. Glücklicherweise gelang es der Polizei schnell den flüchtigen Täter zu schnappen und festzusetzen. Einige Tage später gibt es neue Details zu dem Anschlag und dem Fahrer des Wagens.

Die Polizei bestätigte, dass es sich tatsächlich um den 21-jährigen Kazuhiro Kusakabe handelt. Er stammt aus der Stadt Neyagawa in der Präfektur Osaka. In der Region mietete er sich ebenfalls den Wagen, mit dem er nach Tokyo fuhr und die Tat begang. Schon am 28. Dezember reservierte er sich das Auto in Neyagawa und holte es am 30. Dezember ab. Sein Beruf ist allerdings weiterhin unbekannt.

In den Verhören gab Kusakabe bereits zu, dass er eigentlich ein anderes Ziel für seinen Anschlag vorgesehen hatte. Ursprünglich plante er nach eigenen Aussagen zum Neujahr den Meiji-Jingu-Schrein in der Nähe der Takeshita Street mit Kerosin zu besprühen und ein Feuer zu verursachen. Er kam schon am 31. Dezember im Bezirk an und hielt sich in der Nähe des Schreins auf.

Ein Feuer sollte möglichst viele töten

Bei seiner Festnahme gab er ursprünglich an, dass er mit dem Kerosin sein Auto anzünden wollte. Polizisten fanden zuvor 20 Liter Kerosin in Plastikbehältern und einen Hochdruckreiniger, mit dem er den Brennstoff am Schrein verteilen wollte. Er kaufte beides ein paar Tage vorher. Wo genau ist noch nicht bekannt. Kusakabe testete vor dem Anschlag den Hochdruckreiniger am Auto. Er war nicht zufrieden, da das Gerät nicht so funktionierte, wie er wollte.

Der Anschlag auf den Tempel in Shibuya scheiterte jedoch aufgrund der Polizei und ihren Straßenkontrollen. Da er so vielen Menschen wie möglich schaden wollte, entschied er sich kurzfristig für die überfüllte Einkaufsstraße. Laut Polizei benutze er beim Anschlag nicht die Bremsen und gab dauerhaft Gas, um so viele zu töten, wie er konnte. Überwachungskameras bestätigen, dass er dem Anschlagsziel rund 60 Stundenkilometer schnell fuhr.

Osaka sollte das Ziel von weiteren Anschlägen werden

Auf der Einkaufsstraße beschleunigte er wahrscheinlich nochmals das Auto. Das Tempo sorgte jedoch dafür, dass er die Kontrolle verlor und mit einem Gebäude kollidierte. Da eine Weiterfahrt unmöglich war, versuchte Kusakabe zu Fuß zu flüchten und versteckte sich in einem Park, wo die Polizei ihn später fand.

Kusakabe gab zusätzlich im Verhör an, dass er ähnliche Anschläge in Osaka plante. Details dazu gab er jedoch nicht an. Aufgrund seiner Äußerungen ist die Polizei der Ansicht, dass Kusakabe wahllos Angriffe durchführen wollte. Sein Motiv ist immer noch nicht ganz klar. Kusakabe selbst gibt an, dass er gegen die Todesstrafe protestiere, das ergibt jedoch laut Ermittlern wenig Sinn.

Durch den Anschlag gab es acht Verletzte, wobei ein 19-jähriger Student aus Nerima (Tokyo) noch im Koma liegt. Details zu seinem Zustand sind bis jetzt nicht bekannt. Kazuhiro Kusakabe selbst muss sich aktuell wegen versuchtem Mord in mehreren Fällen verantworten. Sollte der Student nicht überleben, droht ihm wahrscheinlich sogar die Todesstrafe wegen kaltblütigen Mordes.

Quelle: Mainichi Shimbun

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