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27.000 Rettungskräfte im Dauereinsatz

Taifun Hagibis hinterlässt Schneise der Verwüstung in Japan

Der Taifun Hagibis, der stärkste Taifun seit Jahrzehnten, hinterließ in Ostjapan mehrere Tote und über 100 verletzte Menschen.

Die zentraljapanische Stadt Nagano wurde mit am stärksten betroffen. Der Fluss Chikuma sorgte in einigen Wohngebieten für Überschwemmungen, laut offiziellen Angaben, von bis zu 5 Metern.

Evakuierungsanordnungen wurden wieder aufgehoben

Bereits sehr früh wurden Evakuierungsanordnungen für Teile von Tokyo und Teile von Zentral- und Ostjapan ausgegeben, die mittlerweile wieder aufgehoben wurden. Laut des Ministeriums für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus, wurden in 12 Präfekturen 48 Erdrutsche und Schlammlawinen gemeldet, neun Flüsse sind insgesamt über die Ufer getreten.

Um den Druck von einigen Staudämmen zu nehmen, haben die Betreiber Schleusen geöffnet, was die Überschwemmungen noch verstärkte.

Rettungskräfte bringen Einwohner der Stadt Iwani in Sicherheit:
Rettungskräfte bringen Einwohner der Stadt Iwani in Sicherheit: Bild: Kyodo

In der Stadt Ichihara, in der Präfektur Chiba zerstörte ein Tornado 12 Häuser und hinterließ einen Toten.

Laut der Polizei in der Präfektur Gunma starben vier Menschen, nachdem ein Haus von einem Erdrutsch mitgerissen wurde. In Kawasaki wurde ein Mann in seiner überfluteten Wohnung tot aufgefunden.

Bahnhof in Nagano
Bahnhof in Nagano. Bild: Kyodo

27.000 Rettungskräfte nach dem Taifun Hagibis im Dauereinsatz

Laut Regierungssprecher Yoshihide Suga sind 27.000 Rettungskräfte im Einsatz um Menschen aus den überfluteten Gebieten zu bergen.

In Chiba sind zurzeit noch mehr als 95.000 Haushalte ohne Strom, die Präfektur hat immer noch mit den Auswirkungen des Taifuns Faxai zu kämpfen, der dort im September wütete.

Laut Suga sind zur Zeit 376.000 Haushalte in den betroffenen Gebieten ohne Strom und bei 14.000 Haushalte ist die Wasserversorgung zusammengebrochen.

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Ein Sprecher der japanischen Regierung sagte, dass alles dafür getan wurde, um Rettungseinsätze zu gewährleisten und sicherzustellen, dass die Menschen, die in eine Notunterkunft ziehen mussten, versorgt werden. Er räumte allerdings auch ein, dass Japans Stromnetz verbessert werden muss.

„Es bleiben so viele Risiken bestehen und es ist eine Tatsache, dass wir wachsam bleiben müssen“, sagte der Sprecher in einer NHK TV-Nachrichtensendung. „Wir müssen unser Möglichstes tun. In diesen Zeiten kann eine Katastrophe jederzeit eintreten.“

Zerstörte Eisenbahnbrücke in Ueda.
Zerstörte Eisenbahnbrücke in Ueda. Bild: Kyodo

Tokyos belebte Straßen menschenleer

Als der Taifun am Samstag mit heftigen Regenfällen und starken Winden über Japan hereinbrach, waren die normalerweise überfüllten Bahnhöfe und Straßen Tokyos menschenleer, denen geraten wurde, drinnen zu bleiben. Aber bei klarem Himmel normalisierte sich das Leben am Sonntag schnell wieder.

Aufräumungsarbeiten in Tokyo
Aufräumungsarbeiten in Tokyo. Bild: Kyodo

Mittlerweile ist der Taifun abgeschwächt und wurde zu seinem extratropischen Wirbelsturm heruntergestuft.

Bereits am Sonntag wurden die meisten Shinkansen wieder in Betrieb genommen, auch der Flughafen Haneda in Tokyo nahm seinen Betrieb wieder auf.

Informationen für Touristen auf Englisch

Aktuelle Wetterinformationen und Warnmeldungen in Englisch gibt es auf der Webseite der japanischen Wetteragentur.

Informationen für Touristen werden in der App Safety Tips und dem offiziellen Twitter-Account Japan Safe Travel der Japan National Tourism Organization bekannt gegeben.

Kyodo

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