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Taifun Jebi verwüstet Zentraljapan und tötet 11 Menschen

Der Taifun Jebi ist seit 25 Jahren der stärkste Sturm, der in Japan wütete. Er hinterlässt in der Kinki-Region, einem Gebiet Zentraljapans, eine Schneise der Zerstörung und tötete 11 Menschen.

Jebi traf das Festland am 4. September mit voller Wucht. Nach Angaben der Kansai Electric Power Co. hinterließ Jebi zeitweise 2,18 Millionen Haushalte in acht Präfekturen ohne Stromversorgung, darunter Osaka, Kyoto und Hyogo. Bis zum Vormittag des 5. September waren noch weit über 535.000 Haushalte ohne Strom. Nachdem der Taifun weiter nordwärts zog, fanden sich ab der Mittagszeit auf der Nordinsel Hokkaido rund 27.000 Haushalte ohne Elektrizität.

Taifun Sturmflut
Bild: Kyodo News

2,035 Millionen Menschen in 13 Präfekturen, unter anderem Osaka und Ishikawa, erhielten Evakuierungswarnungen. In fünf davon, darunter die Präfektur Hyogo, wurden die Menschen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Insgesamt betraf das 49.000 Menschen. Den Angaben der Feuerwehr und der Agentur für Katastrophenmanagement des Ministeriums für Innere Angelegenheiten und Kommunikation zufolge beträgt die Zahl der durch den Sturm Verletzten insgesamt 292 in 21 Präfekturen. Unter den elf Todesopfern befanden sich unter anderem 3 ältere Männer. Sie starben, nachdem sie von den oberen Bereichen ihrer Häuser gestürzt waren. Wahrscheinlich versuchten sie, während des Sturms ihre Dächer zu reparieren.

Zerstörungen von Häusern und Touristenattraktionen

Nishi Honganji Tempel, Kyoto
Bild: Kyodo News

Rund 317 Wohngebäude in 17 Präfekturen wurden durch den Sturm und Überschwemmungen zerstört. Windböen kippten Autos und Lastwagen um. Auf einem Parkplatz nahe dem Sakishima-Büro der Präfekturregierung von Osaka lagen die Fahrzeuge auf einem Haufen. Doch auch Sehenswürdigkeiten verschonte Jebi nicht. Vom Schloss Hikone in der Präfektur Shiga löste der Sturm Mauerteile vom Bergfried ab, außerdem löste er den Putz am Tamon „yagura“-Turm und dem Burgtor. Ein Baum nahe des Kasuga-Taisha-Schreins in Nara fiel um und beschädigte teilweise ein Gebäude, das zu Japans nationalem Kulturgut zählt. In Kyoto wurden einige Attraktionen Opfer von Jebis Zerstörungswut. Auf dem Gelände des Schreins von Shimogamojinja, der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, stürzten einige Bäume um. Außerdem wurde ein 100 Meter langer Geländerabschnitt der Togetsukyo-Brücke in Kyoto zerstört. Leichte Zerstörungen erfuhr auch der Ninnaji-Tempel im Ukyo-Stützpunkt von Kyoto. Der Tempel zählt ebenfalls zum Weltkulturerbe der UNESCO. Dort wurden die Kondo-Halle, die Miedo-Halle und das Niomon-Tor leicht beschädigt. Der Ninomaru-Palast in Kyoto verlor im Sturm einige Dachziegel sowie etwas von seinen Metalldekorationen.

Sturmfluten und Überschwemmungen

Kansai Airport
Bild: Welt

Die Sturmfluten verursachten an den Küstenregionen Zentraljapans starke Überschwemmungen, so beispielsweise in den Präfekturen Hyogo und Wakayama. In der Osaka Bay trieben paar Dutzend Lastkähne im Sturm davon. Aus dem Hafen der Insel Rokko in Kobe verschwanden einige Container im Meer. Einige Yachten und der zugehörige Pier wurden in Nishinomiya, Präfektur Hyogo, durch die Sturmfluten weggespült. Besonders hart traf es auch den Flughafen Kansai, der sich auf einer künstlichen Insel in der Osaka Bay befindet. Sturmböen von über 209 Stundenkilometern drückten das Wasser auf das Gelände und schlossen rund 500 Menschen dort ein. Zusätzlich rammte ein durch die Fluten getriebener Tanklaster die einzige Verbindungsbrücke zwischen dem Flughafen und dem Festland. Am Morgen des 5. September begannen die Rettungskräfte den Transport der Eingeschlossenen aufs Festland mittels Bussen und Fähren. Der Flughafen bleibt erst einmal auf unbestimmte Zeit geschlossen, alle Flüge wurden gestrichen. Ungefähr 16.000 Reisende sind von den Streichungen betroffen. Schon im Vorfeld kündigten Bahn- und Fluggesellschaften die Streichung von Verbindungen sowie die Stilllegung einiger Strecken an. Jebi war bereits Japans 21. Taifun in diesem Jahr.

Quelle: Asahi Shimbun

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