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Organisationskomitee ist nicht besorgt

Tausend Freiwillige treten nach dem Sexismus-Skandal von den Olympischen Spielen zurück

Der Sexismus-Skandal rund um den ehemaligen Chef der Paralympischen und Olympischen Spiele in Tokyo sorgte für internationale Empörung. Die Äußerungen von Yoshiro Mori führte nicht nur dazu, dass er zurücktreten musste, sie brachten auch zahlreiche olympische Freiwillige dazu sich abzumelden.

Um die Tausend Freiwillige sollen nach Angaben des Organisationskomitees bis Mittwoch von den Spielen aus Protest zurückgetreten sein. Zwischen dem 4. Februar und 8. Februar meldeten sich um die 390 Helfer ab. Bis Februar verdoppelte sich dann die Zahl fast. Bisher ist ein Prozent der insgesamt 80.000 Freiwilligen weggefallen.

Helfer sind frustriert und müde

Das Organisationskomitee gab an, dass sie zurzeit keine Probleme wegen der Ausfälle befürchten. Die neue Chefin des Komitees, Seiko Hashimoto, äußerte sich deswegen auch nicht weiter zu der Problematik. In ihrer Antrittsansprache versicherte sie, dass sie alles geben will, um die Werte der Spiele umzusetzen, wobei sie sich vor allem auf die Gleichstellung der Geschlechter bezog.

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Allerdings wird davon ausgegangen, dass bis zu den Spielen vermutlich noch weitere Freiwillige absagen werden. Denn nicht nur der Skandal macht ihnen zu schaffen. Auch die Verschiebung des Events, der Verlust der eigenen Motivation und die Sorgen um die Pandemie führen dazu, dass Menschen ebenfalls zurücktreten. Die Situation könnte demnach noch zu ein Problem werden, wenn die Organisatoren nicht aufpassen.

Generalsekretär nimmt Freiwillige nicht ernst

Das Komitee hatte kurz nach dem Skandal versucht Freiwillige davon abzuhalten zu gehen, indem sie E-Mails mit einer Erklärung und Entschuldigung herumschickten. Die Geste stieß dabei jedoch auf nur wenig Erfolg, da zu dem Zeitpunkt Mori immer noch im Amt war.

Die Bemühung wurde dann weiter durch eine Aussage des Generalsekretärs der Regierungspartei gedämpft. Toshihiro Nikai nahm Mori in Schutz und spielte seine Aussagen runter. Zu den Freiwilligen sagte er, dass es nur eine spontane Reaktion sei und das sie ihre Meinungen wieder ändern werden, wenn die Aufregung abschwächt. Er wurde dafür scharf kritisiert, da er augenscheinlich das eigentliche Problem ausblendete und die Sorgen der Menschen ignorierte.

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