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Tausende ausländische Kinder besuchen angeblich in Japan keine Schule

In Japan leben mittlerweile viele Ausländer, die ihre Familie mit ins Land holten. Besonders die Zahl der ausländischen Kinder ist in den letzten Jahren gestiegen. Doch anscheinend gehen Tausende von ihnen nicht zur Schule. Das ergab eine Untersuchung von NHK.

Um die 8.400 nicht-japanischen Kinder fallen wohl durch das Schulsystem von Japan. Grund für die enorme Zahl ist das System selbst. Denn die neun Jahre Schulpflicht gelten nur für japanische Kinder. Zusätzlich gibt es keine jährliche Umfrage von der Regierung, die kontrolliert, wie viele Ausländer tatsächlich zur Schule gehen.

Aus dem Grund handelt es sich bei der aktuellen Zahl nur um eine Schätzung von Experten. Sie schließt dabei alle ausländischen Kinder ein, die weder die Grund- noch Mittelschule in Japan besuchten. Grundlage für die Schätzung ist eine Umfrage von ausländischen Bewohnern und verschiedenen Schulen im Land.

Laut der staatlichen Befragung gab es letztes Jahr 120.000 ausländische Kinder zwischen sechs und 14 Jahren in Japan. Dass davon wirklich 8.400 durch das Schulsystem gefallen sind, ist trotz der Schätzungen von Experten und der Umfragen eher unwahrscheinlich. NHK geht davon aus, dass die hohe Zahl durch die Unwissenheit der Gemeinden verursacht wurde.

Aktuelles System kann in der Zukunft Probleme machen

Viele lokale Regierungen wissen weder, wo die Kinder leben, noch unter welchen Umständen. Es kann also gut sein, dass sich unter den 8.400 Personen zahlreiche Kinder befinden, die nicht mehr im Land sind oder eine nicht-autorisierte Schule für Ausländer besuchen.

Da es in vielen Orten jedoch dazu keine Informationen gibt, gehen die Zuständigen davon aus, dass die Kinder nicht zur Schule gehen. Professor Yoshimi Kojima von der Aichi-Shukutoku-Universität sieht das ähnlich. Das japanische Schulsystem erfasst keine Ausländer und somit ist es eigentlich unmöglich, zu sagen, wie viele der Kinder in den Schulen sind.

Kojima macht damit deutlich, dass das System in der Zukunft ein großes Problem sein kann. Japan will nämlich mehr ausländische Arbeitskräfte ins Land holen, um den Arbeitskräftemangel auszugleichen. Die bringen jedoch ihre Familien mit. Es kann für die Regierung damit zu einer großen Herausforderung werden, mit der steigenden Zahl an ausländischen Kindern, die nicht erfasst sind, klarzukommen.

Quelle: NHK

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