Anzeige
HomeNewsTausende beteiligen sich an virtueller Demonstration gegen die Olympischen Spiele

Demonstranten werden virtuelle Avatare

Tausende beteiligen sich an virtueller Demonstration gegen die Olympischen Spiele

Die Olympischen Spiele in Tokyo rücken immer mehr in ein schlechtes Licht. Aufgrund der aktuellen Lage in Japan wollen die meisten Menschen eine Absage oder eine erneute Verschiebung. Ihren Ärger und Frust über die Ignoranz der Regierung ließen sie unter anderen bei einer digitalen Demonstration aus.

Der ungewöhnliche Protest wurde von der Künstlerin Sacco Fujishima auf Twitter in Form eines Videos und einem Bild durchgeführt. Beide zeigen etwa 4.000 Menschen, die im Japan National Stadium gegen die Olympischen Spiele protestieren.

Digitale Demonstration gibt Menschen eine Stimme

Fujishima hatte zuvor am 9. Mai auf Twitter die Demonstration angekündigte. In einem Tweet schrieb sie, dass sie Angst vor den Mutantenstämmen hat und sie will nicht, dass das Virus sich weiter ausbreitet. Aus dem Grund hat sich die virtuelle Demonstration veranstaltet. Sie will nämlich nur, dass das Leben und die Sicherheit der Menschen an erster Stelle stehen.

LESEN SIE AUCH:  Japan will die Zahl der Offiziellen bei den Olympischen Spiele auf weniger als 90.000 begrenzen

Für jeden Retweet des Tweets erstellte sie einen digitalen Avatar am Computer und setzte sie in einer virtuellen Version des National Stadium. Es war eine mühsame Arbeit und sie müsste mit jeder weiteren Person das Bild sowie das Video aktualisieren. Am Ende kamen 4.000 Personen zusammen.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Inhalt laden

Sie hat dabei auch die Meinungen von Teilnehmern eingefügt, die über den Avataren angezeigte werden. Unter anderen sind Kommentare zu lesen wie „Impfstoffe und medizinische Versorgung sollten nicht für die Olympischen Spiele verwendet werden, sondern zur Kontrolle von Infektionen“ und „Es gibt etwas Wichtigeres für die Gesellschaft als die Olympischen Spiele“. Ähnlich hatten sich Menschen auch bereits bei der Petition gegen die Spieler geäußert.

Künstlerin will sich weiterhin gegen die Spiele einsetzen

Zu ihrem Projekt sagte Fujishima, dass es ein Ausdruck ist, der einen visuellen Eindruck bei den Betrachtern hinterlässt, indem sie die Stimmen der Menschen sammelt, die sich zurzeit wegen der Pandemie oder anderen Dingen nicht treffen können.

Sie wollte deswegen verschiedene Meinungen auf Twitter sammeln und visualisieren. Fujishima wollte dabei auch zeigen, dass es auch Menschen gibt, welche die Spieler gerne abhalten würden, wenn die Pandemie unter Kontrolle ist. Es sei dabei in Ordnung darüber nachzudenken, was die beste Entscheidung sei, wobei verschiedene Information wichtig beim Abwegen sind.

Fujishima hat bereits in der Vergangenheit zu virtuellen Demonstrationen aufgerufen, um auf politische Probleme aufmerksam zu machen. Für die Olympischen Spiele will sie sich weiterhin einsetzten, bis sie entweder abgesagt oder verschoben werden. Dafür will sie auch künftig Möglichkeiten ausprobieren, um die Stimme der Menschen zu vermitteln.

Premierminister Yoshihide selbst hält an den Spielen eisern fest. Erst am 10. Mai sagte er vor der Oppositionsfeier bei einer Parlamentssitzung, dass der Schutz der Leben und Gesundheit der Menschen die Grundidee beim Durchführen der Spiele ist.

Fujishima sagte dazu, dass es sich nicht nach einer erblichen Kommunikation durch einen vom Volk gewählten Politiker anhört. Wenn Yoshihide also diese Antwort zu seiner Standardantwort machen will, empfiehlt sie lieber eine künstliche Intelligenz zu benutzen.

Anzeige
Anzeige

Weitere Themen