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Tausende Menschen in Japan müssen wegen Baupfusch ausziehen

Viele Menschen in Japan leben in den Großstädten des Landes in Wohnungen. Ein der bekanntesten Vermietungswohnungsunternehmen ist Leopalace21 Corp., das Apartments in 33 Präfekturen besitzt. Nun müssen allerdings mehrere tausend Bewohner ihre Wohnungen verlassen. Grund dafür ist schwerwiegender Baupfusch, der das Leben kosten kann.

Insgesamt fordert das Unternehmen 14.443 Einwohner in Tokyo und anderen Präfekturen am Freitag auf, ihre Wohnungen zu verlassen. Schon vorher bat Leopalace21 rund 7.782 Personen aus 641 Apartments kurzeitig auszuziehen. Grund dafür war der mangelnde Brandschutz in den Gebäuden. Das feuerfeste Material in den Decken war falsch verbaut oder nicht ausreichend. Die Wohnungen galten deswegen als zu gefährlich, um in ihnen zu leben.

Zu den weiteren Aufforderungen zum Verlassen der Wohnungen sorgte ein ähnliches Problem. Laut dem Unternehmen entsprechen die Außenwände ebenfalls nicht den Brandschutzanforderungen. Sie besitzen ein minderwertiges Material zur Schalldämmung, das nicht sicher und ausreichend ist. Die 1.324 Wohnungen baute das Unternehmen dabei zwischen 1996 und 2001. Ursache für den Baupfusch war wohl unzureichende Kommunikation zwischen der Konstruktionsabteilung des Unternehmens und der Beschaffungsabteilung. Weiter befanden sich irreführende Anweisungen in den Architekturdokumenten.

Das Unternehmen bezahlt den Umzug und stellt neue Wohnungen

Die Bewohner der Wohnungen sind wegen der Mängel verunsichert. Der 41-jährige Chie Matsuyama erklärte Reportern, dass er besorgt ist, dass die Firma noch weitere Mängel findet. In seiner aktuellen Wohnung will er deswegen eigentlich nicht mehr schlafen, er weiß allerdings nicht, wo er sonst hin soll. Von ähnlichen Problemen berichten andere Bewohner ebenfalls. Sie wissen nicht, ob ihr Zuhause sicher ist und können aus verschiedenen Gründen nicht ausziehen.

Wer eine offizielle Benachrichtigung zum Auszug erhalten hat, kann temporär in einer anderen, sicheren Wohnung von Leopalace21 wohnen. Die Umzugskosten übernehmen sie selbstverständlich. Personen, die nicht betroffen sind und selbstständig ausziehen wollen, müssen sich hingegen selbstständig nach einer neuen Bleibe umsehen. Es kann allerdings sein, dass die Bewohner ebenfalls noch eine Nachricht erhalten. Das Unternehmen will nämlich nun seine fast 40.000 Wohnungen genau untersuchen und auf Baupfusch prüfen.

Leopalace21 macht Millionenverluste

Landesminister Keiichi Ishii äußerte sich am Freitag zu der aktuellen Situation, die er als zutiefst bedauerlich bezeichnete. Das Ministerium will deswegen Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten. Leopalace21 selbst muss mit Kosten von 337.897.459 Euro rechnen, die zu einem Verlust von mindestens 305.716.748 Euro für dieses Geschäftsjahr führen. Zusätzlich kam es zu einem Kurseinbruch von 19,4 Prozent. Um den Verlust zu mindern, reduziert das Unternehmen für sechs Monate das Gehalt von CEO Eisei Miyama um 30 Prozent und das der Führungskräfte um 20 Prozent.

Quelle: Mainichi Shimbun

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