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Mehr als 5.000 Schüler müssen gehen

Tausende müssen in Japan wegen der Pandemie das College verlassen

Schon seit Beginn der Pandemie ist klar, dass die Situation vor allem Schülern und Studenten zusetzt. Wie stark sich die Lage jedoch den jungen Menschen auswirkt, zeigte nun eine Untersuchung des Bildungsministeriums, laut der Tausende das College verlassen mussten.

Das Bildungsministerium führte kürzlich eine Umfrage unter Vier-Jahres-Universitäten, Colleges, Junior Colleges und technischen Hochschulen durch. Mit 95 Prozent antworteten insgesamt 1.009 Einrichtungen. Es zeigte sich dabei, dass zahlreiche Schüler gezwungen waren, die Einrichtungen zu verlassen.

Colleges bieten mehr Hilfe an

Insgesamt mussten 1.367 Personen dauerhaft wegen der Pandemie gehen. 4.434 Schüler waren hingegen gezwungen sich zwischen April und Dezember eine Auszeit zu nehmen. Im Vergleich dazu, verließen allgemein 28.647 Schüler in dem Zeitraum die Einrichtungen, was ein Rückgang von 20 Prozent ist.

Mehr zum Thema:  Immer mehr ausländische Studenten müssen ihr Studium in Japan abbrechen

Auch bei den nur vorübergehenden Abgängen gab es überraschenderweise einen Rückgang. 65,670 Schüler nahmen sich eine Auszeit, was ein Minus von etwa zehn Prozent ist. Das Ministerium erklärt sich die Entwicklung damit, dass es aufgrund der Pandemie nun mehr Hilfsangebote gibt, welche Schülern bei Problemen helfen.

Positive Entwicklung täuscht

99 Prozent der befragten Einrichtungen haben so die Zahlungsfristen für die Studiengebühren auf das zweite Semester verlängert. Bei 74 Prozent wurden dazu die Gebühren reduziert oder sogar komplett gestrichen, wenn Schüler in finanziellen Schwierigkeiten waren.

Das kommt besonders Personen zugute, die schon regulär nur ein niedriges Einkommen haben und zu kämpfen haben. Dazu kommt, dass letzten April die Regierung ein neues Stipendiensystem gestartet hat, das besonderes für einkommensschwache Haushalte gedacht ist. 270.000 Personen sollen das Stipendium bis letzten Dezember bereits erhalten haben.

Grund zur Freude gibt es dabei jedoch nicht. Wie Professorin Kaori Suetomi erklärt, werden besonderes die Personen im Stich gelassen, die knapp über der Grenze für das Stipendium liegen und somit keine staatliche Hilfe bekommen. Diese Schüler müssen für das College arbeiten und meistens zusätzlich noch die Familie unterstützen. Sie geht davon aus, dass gerade Personen aus dieser Gruppe vermutlich vermehrt ihre Ausbildung abbrechen, wenn die Situation weiter anhält.

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