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Tausende nehmen Abschied von japanischem Arzt, der in Afghanistan ermordet wurde

Menschen trauern immer noch um den Arzt, der im Dezember ermordet wurde

Ende letzten Jahres löste die Nachricht der Ermordung von Tetsu Nakamura eine internationale Welle der Trauer aus. Der Arzt wurde bei einen geplanten Angriff in Afghanistan getötet, als er gerade eine Bewässerungsanlage besuchen wollte. Am Samstag fand ihm zu Ehren nun eine Trauerfeier in Fukuoka statt, zu der Tausende von Menschen kamen.

Um die 5.000 Personen kamen zu der Veranstaltung, um Nakamura die letzte Ehre zu erweisen. Am Altar waren Bilder vom Arzt und seinen fünf afghanischen Begleitern aufgestellt, die bei dem Anschlag ebenfalls ihr Leben verloren. Bei der Zeremonie in der Seinan-Gakuin-University-Kapelle sprach der Sohn des Arztes einige Worte. Der 36-Jährige erklärte, dass der Wunsch seiner Familie sich wachsend über Afghanistan verbreitet, wie sein Vater gehofft hatte.

Afghanistan nimmt zwei Personen fest

Neben der Familie Nakamura nahm ebenfalls der afghanische Botschafter Bashir Mohabbat teil. Er bezeichnet den Arzt als einen dauerhaften Helden. Jahrelang hatte er medizinische Hilfe zwischen der Grenzen von Afghanistan und Pakistan geleistet. Später setzte er sich in Afghanistan für Bepflanzungsprojekte und die Wasserversorgung in armen Gebieten ein, nachdem es 2000 zu einer großen Dürre gekommen war.

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Dazu leitete er die Gruppen Peace Japan Medical Services und Pesgawar-kai. Allgemein vertrat er die Ansicht, dass man mit Landwirtschaft und einer funktionierenden Wirtschaft mehr erreichen kann, als mit Pistolenkugeln. Unter der Bevölkerung war er sehr beliebt und als Onkel Nakamura bekannt.

Für seine Verdienste wurde Nakamura bereits mit dem asiatischen Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Afghanistan ernannte ihn zum Ehrenbürger. Japan ehrte ihn zusätzlich postum mit dem Orden der aufgehenden Sonne. Wer hinter dem Anschlag am 4. Dezember in Dschalalabad steckt, ist nach wie vor nicht geklärt. Zwei Personen wurden allerdings festgenommen. Es ist dazu gesichert, dass die Ermordung des Arztes schon vorab geplant war und er vor der drohenden Gefahr gewarnt wurde. Er wollte trotzdem zurück in das Land und den Menschen weiter helfen.

MS

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