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Unternehmen müssen sparen

Tausenden Mitarbeitern wird in Japan der freiwilligen Ruhestand angeboten

Wie in vielen anderen Ländern wurden auch in Japan Unternehmen schwer von der Pandemie getroffen. Aus dem Grund wurden Tausende Mitarbeiter zu einem freiwilligen Ruhestand motiviert.

Tokyo Shoko Research hat kürzlich eine Umfrage durchgeführt, laut der bis zum 3. Juli mindestens 50 börsennotierte Unternehmen Vorruhestands- oder freiwillige Rentenpakete angeboten haben. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von 17 Firmen.

Unternehmen müssen sparen

Nach Branche aufgeteilt lagen Bekleidungs- und Textilwarenunternehmen mit acht Firmen an der Spitze. Dahinter folgten Unternehmen in der Elektronikindustrie mit sieben Firmen. Weitere gab es jeweils vier Unternehmen im Bereich tourismusbezogener Dienstleistungen, dem Verkehrssektor und den Restaurantbetreibern.

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Die Firmen bieten ihren Mitarbeitern einen verfrühten Ruhestand an, mit allen Leistungen, die sie auch regulär erhalten würden. Es wurde so gehofft, die Unternehmen in der Coronazeit auf einfachem Weg zu entlasten, ohne den Mitarbeitern zu kündigen zu müssen.

10.000 Mitarbeitern wird der Ruhestand angeboten

70 Prozent der untersuchten Firmen gaben an, dass sie ihre Belegschaft verkleinern wollten, da sie im letzten Geschäftsjahr Verluste beim Gewinn verzeichneten. Laut der Studie wurden insgesamt um die 10.000 Mitarbeiter gefragt, ob sie früher in den Ruhestand gehen wollen, um die Firma zu entlasten.

Das ist im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls ein Anstieg von mehr als 4.7000 Mitarbeitern. Die 10.000er-Marke wurde dabei schon drei Monate früher erreicht als 2020. Wie viele Menschen am Ende wirklich zu dem vorzeitigen Ruhestand gegriffen haben, lässt sich jedoch nicht sagen.

Forscher sind sich aber sicher, dass die Zahl der Angebote bei Firmen weiter bis auf 100 steigen wird, da die Wirtschaft weiterhin eingeschränkt ist und eine Erholung auf sich warten lässt. Für Japan ist das allerdings keine gute Entwicklung, da die Regierung eigentlich die Menschen länger im Job halten will, um dem Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken.

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