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HomeNachrichten aus JapanTechnikFamilyMart stellt ersten Roboter-Angestellten vor

Die Kunden reagierten eher verhalten auf den neuen "Kollegen" im Team

FamilyMart stellt ersten Roboter-Angestellten vor

Convenience Stores wie FamilyMart sind in Japan an jeder Ecke zu finden. Allerdings kämpfen die Geschäfte mit verschiedenen Problemen, denn mittlerweile sind es so viele geworden, dass es kaum noch Leute gibt, die dort arbeiten wollen. Schlechte Löhne und viele Überstunden machen die Jobs nicht gerade beliebt.

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Bereits in der Vergangenheit fingen deswegen größere Unternehmen an, mit verschiedenen technologischen Lösungen zu experimentieren. Geschäfte ohne Kassen und Roboter im Hintergrund waren eine Möglichkeit, das Angebot auch ohne Angestellte aufrechtzuerhalten. Im letzten Jahr testeten die Lebensmittelkette FamilyMart und der Roboterhersteller Telexistence einen Roboter-Avatar, der ferngesteuert wird.

Erste Versuchen gab es bereits

Family Mart testet ab August Roboter in seinen Filialen
Family Mart testet ab August Roboter in seinen Filialen. Bild: Reuters /YouTube

Jetzt gaben die Convenience Storeskette und Telexistence bekannt, dass in einem Geschäft auf dem Gelände des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie in Tokyo der erste Roboter-Angestellte seine Arbeit aufnimmt. Allerdings übernimmt ein eher schlicht gehaltenes Modell erst einmal nur die Lagerhaltung. Der Roboter füllt selbstständig die Regale nach und achtet darauf, dass die Kunden immer finden, was sie suchen.

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Frühere Modelle des Roboters wurden von einem Menschen per VR-Brille gesteuert. Das aktuelle Modell arbeitet mit einer KI namens Gordon und überwacht und infiziert selbstständig die Artikel und die korrekte Verteilung. Die Kunden sind vom neuen Mitarbeiter eher mäßig angetan. Viele empfinden ihn als zu langsam und denken, dass Menschen besser geeignet sind, nicht nur, weil sie schnell arbeiten.

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FamilyMart denkt über weitere Einsätze nach

Viele bedauern außerdem, dass man sich gegen das ferngesteuerte Modell und für einen KI-gesteuerten Roboter entschieden hat. Unter anderem sorgte das ursprüngliche Modell mit seinem alternativen Aussehen für Begeisterung. Trotzdem ist FamilyMart im Hinblick auf den Arbeitskräftemangel von der technischen Unterstützung überzeugt, sie können immerhin zu 20 bis 30 Prozent die Arbeit eines menschlichen Mitarbeiters leisten.

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Gleichzeitig überlegen FamilyMart und natürlich auch die Online-Community, wie man in Zukunft Roboter im Verkauf einsetzen kann. Ein Café, das Avatar-Roboter einsetzt, erfreut sich großer Beliebtheit und stellt außerdem für Menschen mit Behinderung eine Möglichkeit dar zu arbeiten und in Kontakt mit anderen Menschen zu kommen.

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