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Neues Unternehmen gegründet

Japan will 2-Nanometer-Chips bis 2027 im eigenen Land produzieren

Mehrere japanische Unternehmen haben sich zu einem Konsortium zusammengeschlossen, um bis 2027 2-Nanometer-Chips in Japan zu produzieren. Zu dem Konsortium gehören unter anderem Toyota, Sony, SoftBank und NTT.

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Das neue Unternehmen heißt „Rapidus Corp.“ und will Chips herstellen, die für die wirtschaftliche Sicherheit und das tägliche Leben in Japan von entscheidender Bedeutung sind. Die beteiligten Unternehmen haben rund 7,3 Milliarden Yen (ca. 50,7 Millionen Euro) investiert.

2-Nanometer-Chips sind die wichtigste technologische Basis

„2-Nanometer-Chips werden die wichtigste technologische Basis sein, da sich die Gesellschaft auf die Digitalisierung umstellt“, so Tetsuro Higashi, Leiter des Vorstands von Rapidus, auf einer Pressekonferenz.

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Japans Industrieminister Yasutoshi Nishimura kündigte an, dass die Regierung Rapidus mit 70 Milliarden Yen (ca. 486,7 Millionen Euro) subventionieren wird.

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Da der internationale Wettbewerb um Halbleiter immer härter wird, will die japanische Regierung durch eine Partnerschaft mit dem neuen Konsortium bis Ende der 2020er-Jahre Sub-2-Nanometer-Chips im eigenen Land produzieren.

Nishimura betonte, dass Halbleiter eine Schlüsseltechnologie sind, die wichtige Innovationen in den Bereichen Quanten- und künstliche Intelligenztechnologien hervorbringen und eine Rolle bei der Digitalisierung und Dekarbonisierung der japanischen Gesellschaft spielen kann.

„Durch die Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten und Industrien in Übersee, insbesondere in den Vereinigten Staaten, möchten wir die Basis der japanischen Halbleiterindustrie und ihre Wettbewerbsfähigkeit durch gemeinsame Anstrengungen von Wissenschaft und Industrie stärken“, so der Minister.

Zusammenarbeit mit den USA

Die japanische Regierung plant außerdem, bis Ende des Jahres eine Organisation namens „Leading-edge Semiconductor Technology Center“ zu gründen, die als Forschungs- und Entwicklungsplattform für die nächste Generation von Halbleitern in Zusammenarbeit mit den USA dienen soll, so Nishimura.

Japan war in den 1980er-Jahren Spitzenreiter in der weltweiten Halbleiterindustrie, liegt jetzt aber hinter Taiwan und Südkorea zurück. Das Land kann nur Chips mit einer Leiterbahnbreite von etwa 40 Nanometern herstellen.

Japan und die USA haben in diesem Jahr vereinbart, die Bemühungen um eine robuste Lieferkette in strategischen Sektoren wie Halbleitern, Batterien und kritischen Mineralien zu fördern.

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