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Finanzierungfrage noch nicht geklärt

Magnetschwebebahn von JR Tokai wird 1,5 Billionen Yen teurer

Die Magnetschwebebahn, die Tokyo und Nagoya verbinden soll, wird laut Central Japan Railway (JR Tokai) 1,5 Billionen Yen (ca. 11,4 Milliarden Euro) mehr kosten als ursprünglich geplant.

Als Grund für die Erhöhung der Gesamtkosten auf etwa 7 Billionen Yen (ca. 53 Milliarden Euro) nannte JR Tokai technische Herausforderungen und zusätzlich Schutzmaßnahmen gegen Erdbeben.

1,1 Milliarden Yen für die Absicherung der Magnetschwebebahn

Die zusätzlichen Kosten für die Magnetschwebebahn beinhalten daher etwa 500 Milliarden Yen (ca. 3,8 Milliarden Euro) für die Absicherung des Bodens an der Shinagawa-Station in Tokyo und der Nagoya-Station.

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Etwa 600 Milliarden Yen (ca. 4,5 Milliarden Euro) werden für die Verstärkung der eigentlichen Strecke einkalkuliert, um starken Erdbeben standzuhalten. 300 Milliarden Yen (ca. 2,2 Milliarden Euro) sind für die Entsorgung der anfallenden Erdmassen einkalkuliert, die beim Bau der unterirdischen Strecke anfallen werden.

JR Tokai sagte auf einer Pressekonferenz, dass 500 Milliarden Yen (ca. 3,8 Milliarden Euro) der Kosten vom Unternehmen getragen werden können, wie die restliche Summe finanziert wird, wisse man noch nicht. Dennoch zeigte sich Shin Kaneko, Präsident des Unternehmens, zuversichtlich, dass das JR Tokai die Magnetschwebebahn fertigstellen kann, ohne in den roten Zahlen zu landen.

„Wir können das Unternehmen gesund führen, auch wenn wir zusätzliche Mittel für das Magnetschwebebahnprojekt aufbringen müssen“, so Kaneko. Auf die Frage, wann die Bahn ihren Betrieb aufnimmt, konnte Kaneko allerdings auch keine Antwort geben. Wegen der Komplikationen wurde der ursprüngliche Starttermin 2027 bereits aufgegeben.

JR Tokai mit großem Nettoverlust durch die Pandemie

Neben Problemen mit der Magnetschwebebahn gab das Unternehmen auch bekannt, dass im vergangenen Geschäftsjahr ein Nettoverlust von 201,5 Milliarden Yen verzeichnet wurde. Für das aktuelle Geschäftsjahr wird ein Nettogewinn von 90 Milliarden Yen erwartet.

Die Zahl der Reisenden auf der Tokaido-Shinkansen-Strecke, die von JR Tokai betrieben wird, sank im Geschäftsjahr wegen der Pandemie auf ca. 30 Prozent des Vorjahres. Das Unternehmen geht jedoch davon aus, dass sich die Passagierzahlen im Geschäftsjahr 2021 auf 70 Prozent von 2019 erholen werden.

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