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Bereits viele Systeme betroffen

Mailware Emotet infiziert massenweise Computersysteme in Japan

In Japan infizieren sich immer mehr Computersysteme mit Emotet, der sogenannten gefährlichsten Mailware der Welt. Emotet wurde Anfang des Jahres von Sicherheitsbehörden abgeschaltet, erlebt allerdings ein weltweites Comback.

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Cyberexperten in Japan warnen, dass die Malware eine ernsthafte Bedrohung für ungeschützte Systeme auf der ganzen Welt darstellen kann. Sie vermuten, dass es eine Gruppe von Hackern gibt, die das Wissen über die Erstellung und den Betrieb von Emotet geerbt hat, die diese Software entwickelt hatte.

Mailware hat bereits viele Organisationen in Japan infiziert

Die Mailware ist bis zum 17. November über etwa ein Dutzend E-Mails in die Postfächer von Organisationen in Japan eingedrungen und hat darüber mehrere Computer infiziert, so das Tech-Sicherheitsunternehmen Lac. Laut Lac wurden zudem neue Arten von Dateien gefunden, die an E-Mails angehängt sind.

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Emotet tauchte 2014 zum ersten Mal auf, dabei handelte es sich um einen Banking-Trojaner, der Bankdaten und Anmeldedaten stahl. Er wandelte sich allerdings zu einem Mailware-as-a-Service (MaaS) um. Das Programm kann Passwörter stehen und Programme nachinstallieren, damit ein Computer übernommen werden kann. Infizierte Systeme können für Angriffe auf andere Computer genutzt werden.

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Berichten zufolge hat Emotet durch die Infizierung von über 1,7 Millionen Computern weltweit einen Schaden in Höhe von mehreren Milliarden Yen angerichtet. In Japan infizierte es die Computer verschiedener Organisationen, wie der Tokyo Metropolitan University und der Japan Medical Association.

Angriffe erfolgen über neue Server

Im Januar schalteten Behörden in sechs europäischen Ländern sowie in Kanada und den Vereinigten Staaten in einer von Europol koordinierten Aktion die Hauptserver ab und neutralisierten Emotet im April. Medienberichten zufolge wurden zwei Personen verhaftet.

Laut Lac wurden bei der Operation drei Hauptserver offline genommen, die neuen Angriffe werden allerdings von zwei anderen Servern kontrolliert.

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