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Maßnahmen sollen vor Zusammenbruch schützen

Pandemie lässt Datenverkehr in Japan steigen und wecken Befürchtungen vor einem Zusammenbruch

Der Datenverkehr in Japan ist 2020 im Vergleich zum Vorjahr um das 1,6-fache angestiegen. Kontinuierlich steigt der Internetverkehr in Japan an, seit 2004 ist er um das 78-fache gewachsen.

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Der sprunghafte Anstieg des Verkehrs weckt allerdings die Befürchtungen im Land, dass es zu einer starken Überlastung des Netzwerkes und damit zu einem Zusammenbruch der Online-Kommunikation kommen könnte.

Negative Auswirkungen durch den Anstieg des Datenverkehrs sollen verhindert werden

Das Ministerium für innere Angelegenheiten und Kommunikation will nun Maßnahmen ergreifen, um bei einem weiteren Anstieg des Datenverkehrs in Japan negative Auswirkungen zu verhindern.

Dafür werden Daten von Internetanbietern über den Internetverkehr bei festen Breitbanddiensten gesammelt. Laut der aktuellen Statistik ist der Datenverkehr allein im Mai 2020 im Vergleich zum Vorjahr auf etwa 19 Tbit (also etwa 151 GB pro Breitband-Anschluss über das Festnetz).

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Seit der Einführung des Internet 19995 in Japan steigt der Datenverbrauch stetig an. Zuerst waren es nur Textnachrichten, doch mit dem rasanten Wachstum der sozialen Netzwerke und Streaming-Dienste kam der explosionsartige Anstieg, der auch durch den Austausch von Fotos und Videos befeuert wurde.

Experten erwarten, dass der Datenverkehr in Japan weiter rasant zunehmen wird, da das Internet der Dinge, das auch Haushaltsgeräte verbindet, zunehmend in das Leben der Menschen integriert wird.

Die Pandemie hat die Abhängigkeit der Menschen vom Internet weltweit gefördert. Arbeit, Unterricht, Freizeit und Informationsaustausch sorgen für den Anstieg des Trafficverbrauchs.

Ende letzten Jahres stieg der Trafficverbrauch durch eine Live-Show der Band Arashi um 10 Prozent gegenüber dem Wochenende davor.

Investitionen ins Netz sollen Auswirkungen verhindern

Sollte es zu einer Überlastung des Netzwerkes kommen, befürchten Experten, dass ein großer Teil der Gesellschaft unter den Folgen zu leiden haben wird.

Im Dezember setzte das Ministerium für inneres und Kommunikation daher ein Expertengremium ein, um Maßnahmen gegen eine Überlastung zu erarbeiten. Im März wurde dann ein Bericht mit konkreten Vorschlägen vorgelegt.

Zu den Vorschlägen gehört eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Telekommunikationsanbietern und Webseiten-Betreiber. Die Betreiber sollen die Anbieter im Voraus informieren, wenn ein Ereignis bevorsteht, bei dem mit einem hohen Datenaufkommen zu rechnen ist.

Außerdem werden kontinuierliche Investitionen gefordert, die den Anstieg des Datenverkehrs abfedern sollen.

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