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Lagerbestände sind voll

SoftBank stellt seinen humanoiden Roboter „Pepper“ ein

Die japanische SoftBank Group Corp. hat versucht, sich in den letzten Jahren in der Robotertechnik mit dem Roboter „Pepper“ einen Namen zu machen. Nun gab das Unternehmen überraschend bekannt, dass sie die Produktion einstellen.

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Am Dienstag gab SoftBank bekannt, dass sie das Projekt rund um Pepper auf Eis legen. Bereits letzten August wurde die Montage eingestellt, da sich große Lagerbestände angehäuft hatten. Der Service und auch der Verkauf wird noch weitergeführt.

Roboter konnte sich nicht durchsetzen

Der humanoide Roboter war die Idee vom Masayoshi Son und sollte ein Symbol für die Ambitionen in KIs sowie moderne Technologien sein. Pepper war dabei der erste Versuch des Unternehmens, in der Robotik Fuß zu fassen. 2014 wurde er offiziell als Begleiter und Ladenasssistent vorgestellt.

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Er wurde dabei als erste Maschine mit Emotionen angepriesen und es wurde versprochen, dass der Roboter die Aufgaben von Rezeptionistin, Übersetzer und einfach Angestellten übernehmen kann.

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Tatsächlich wurde Pepper in Japan in verschiedenen Bereichen eingesetzt, unter anderem auch in Pflegeeinrichtungen. Ebenfalls wurde der Roboter teilweise sehr aggressiv in anderen Ländern wie den USA vermarktet.

Durchsetzten konnte er sich aber nicht, obwohl tatsächlich einfacher Small Talk, Augenkontakt und eine menschliche Körpersprache möglich waren. Es wurde festgestellt, dass Pepper zu schnell und unnatürlich zwischen Emotionen wechselt. Am Ende wurden nur 27.000 Exemplare gebaut.

Stellenabbau in SoftBank’s Robotikabteilung

Damit gehört er wie Honda Motor Co.’s ASIMO und Sony Group Corps QRIO zu den Robotern, die zwar begeisterten, aber am Ende nur als Spielerei angesehen wurden.

SoftBank betont, dass es kein endgültiges Ende von Pepper ist und es möglich ist, dass sie in der Zukunft die Produktion wieder aufnehmen. Weitere Auswirkungen hat die Entscheidung dennoch. Das Unternehmen wird nun mit seiner französischen Robotikabteilung über einen möglichen Stellenabbau sprechen.

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Zurzeit arbeiten in der Abteilung 330 Personen. Sie entstand aus der Übernahme von Aldebaran Robotics SA 2012. Laut einer Quelle wird wohl geplant, die Angestellten in Frankreich bis September um 50 Prozent abzubauen. Bestätigte wurde das von SoftBank noch nicht.

SoftBank besitzt noch einen zweiten Roboter, Whiz, der 2018 auf den Markt gebracht wurde. Es handelt sich dabei um einen Staubsaugerroboter, der deutlich größer ist, als die üblichen Saugroboter für Zuhause. Das hat auch einen Grund, denn Whiz kommt vor allem in großen Räumen zum Einsatz.

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