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Technologie zur Reinigung von radioaktivem Tritium-Wasser entwickelt

Atomare Katastrophen können über Jahrhunderte hinweg Landschaften radioaktiv verseuchen und jegliches Bewohnen verhindern. An die Havarien von Tschernobyl und Fukushima werden noch Generationen von Menschen denken.

Nun entwickelten Forscher der Kindai Universität zusammen mit privaten Unternehmen eine Technologie zur Entfernung radioaktiver Stoffe aus Wasser. Ein neuer Filter soll Tritium-verseuchtes Wasser separieren. Die Technologie soll bei der Aufbereitung von Abwasser im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi helfen. Jenes Abwasser enthält das radioaktive Tritium. Das Material kann mit aktueller Filtertechnik nicht entfernt werden.

Tritium ist ein radioaktives Wasserstoff-Isotop. Problematisch bei der Reinigung ist die ähnliche chemische Eigenschaft von verseuchtem und normalem Wasser. Darum sind die Reinigungsarbeiten erschwert.

Das Forscherteam besteht unter anderem aus Professor Tatsuhiko Ihara von der Kindai Universität, Spezialist für anorganische Materialchemie, und Forschern von Toyo Aluminium K.K. aus Osaka. Das Team entwickelte einen Filter mit winzigen Löchern von der Größe kleiner oder gleich 5 Nanometern. Der Filter kann Dämpfe von Tritiumwasser stoppen. Dabei betrug die Abscheidequote fast 100 Prozent, so ein Mitarbeiter des Teams.

Momentan lagert die Anlage Fukushima No. 1 über 800.000 Tonnen radioaktives Wasser. Tritium ist auch in der Umgebung vorhanden. Die japanische Atomaufsichtsbehörde gibt an, dass es kein Problem sei, tritiumhaltiges Wasser ins Meer zurückzuleiten. Allerdings muss die Konzentration des Tritiums ausreichend gering sein. Anwohner und Fischer der Umgebung stehen dem Ganzen äußerst kritisch gegenüber. Die Sorgen um die Verseuchung der Fischgründe sind hoch. Die Regierung hat eine Expertengruppe eingesetzt, die sich mit der Aufbereitung von Tritiumwasser befasst.

Quelle: Mainichi Shimbun

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