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Teenager verkauft Bier aus Nordkorea und landet vor Gericht

Bierverkauf fürs Taschengeld

Ein junger Mann aus Fukuoka kaufte in China nordkoreanisches Bier und beschloss, es dann in Japan weiterzuverkaufen. Dieses Geschäftsmodell brachte ihm jetzt massive Schwierigkeiten mit dem Gesetz ein.

Die Polizei der Präfektur übergab am 11. Juli 2019 ihre Ermittlungsunterlagen an den Staatsanwalt, in denen ein 19-Jähriger beschuldigt wird, japanische Handelsgesetze verletzt zu haben. Die Beamten nehmen an, dass der Teenager, der gebürtig aus China stammt, das nordkoreanische Taedonggang-Bier vom Flughafen in Shanghai nach Saga schmuggelte. Er soll es Anfang Oktober 2018 in einem Koffer versteckt ins Land gebracht haben, ohne die erforderlichen Genehmigungen einzuholen.

Das Bier kostete ursprünglich zwischen 200 und 300 Yen (1,70 – 2,50 Euro) pro Flasche. Über eine Internet-Plattform verkaufte der junge Mann den Alkohol dann für mehr als 10.000 Yen (82 Euro). Als die Polizei nach dem Grund fragte, erklärte der Teenager, sich so sein Taschengeld aufgebessert zu haben.

Bei einer Durchsuchung des Netzes fiel auf, dass der junge Mann das Taedonggang-Bier in Japan online verkaufte. Der Beschuldigte konnte eindeutig als Täter ermittelt werden. Er besuchte über die Jahre oft seine alte Heimat China und brachte von dort immer wieder Waren mit, die er dann in Japan teuer weiterverkaufte.

Die japanische Regierung verbietet die Einfuhr jeglicher Waren, die in Nordkorea hergestellt oder von dort ausgeliefert werden. Dabei handelt es sich um Wirtschaftssanktionen gegen das Land, das in der letzten Zeit wieder vermehrt Atomtests durchführte und unerlaubt Raketen starten ließ.

Nordkoreanische Waren online mit horrenden Preisen

Taedonggang-Bier aus Nordkorea, das als „Spezialität“ und „Phantom-Bier“ in Japan gehandelt wird, erweist sich bei Internet-Auktionen als überaus gefragt. Eine Flasche geht dort für bis zu 25.000 Yen (205 Euro) über den virtuellen Ladentisch.

Bier aus Nordkorea in Japan
Bild: Taedonggang

Der Name des Bieres stammt vom Fluss Taedonggang, der auf der koreanischen Halbinsel fließt. Das Bier wurde dort 2000 das erste Mal offiziell verkauft. Der verstorbene nordkoreanische Führer Kim Jong Il ordnete 2000 an, dass Nordkorea ein Bier produzieren sollte, das mit anderen Produkten auf den Markt konkurrieren kann.

Während nordkoreanische Waren in Japan verboten sind, kann man sie in China problemlos kaufen. Auf verschiedenen Auktions-Seiten wurden Waren des 19-jährigen Teenagers gefunden, die er dort anbot. Darunter waren auch Raritäten wie eine Goldmünze zum 40-jährigen Jubiläum der Unabhängigkeit Nordkoreas für 174.000 Yen (1.425 Euro) oder ein Abzeichen für 30.000 Yen (245 Euro).

Quelle: AS

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