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HomeNachrichten aus JapanTempel in Kyoto versucht mit Windspielen Abkühlung zu verschaffen

Zartes Geklimper sorgt wohl für ein angenehmes Frösteln

Tempel in Kyoto versucht mit Windspielen Abkühlung zu verschaffen

In Japan kämpft die Bevölkerung aktuell erneut mit extrem hohen Temperaturen. Viele versuchen deswegen möglichst viel Abkühlung zu bekommen und sich gegen das Wetter zu schützen. Ein Tempel in Kyoto setzt auf hunderte Windspiele, die für Erfrischung sorgen sollen.

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Der Kiyomizu-Tempel veranstaltet das ungewöhnliche Event jedes Jahr. Sie hängen hunderte traditionelle Windspiele auf dem Gelände auf, die eine einzigartige Atmosphäre erschaffen. Der Hintergrund dabei ist der Glaube, dass der Klang die Besucher erfrischt und sie sich etwas von der Sommerhitze erholen.

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Der Ursprung der Tradition ist jedoch ein anderer. In dem Tempel hängen überwiegend Nambu Windspiele, die ursprünglich aus Iwate stammen. Die Region trafen 2011 das Erdbeben und der Tsunami besonders hart. Ehemalige Bewohner aus Iwate, die jetzt in Kyoto leben, begannen, die Windspiele aufzuhängen, um der Opfer zu gedenken.

Mittlerweile hängen dieses Jahr 500 Windspiele in der Haupthalle und den Fluren des Tempels. Alle haben kleine Streifen aus Papier an den Schnüren der Schläge. Auf ihnen stehen handgeschriebene Nachrichten von Kindern aus Iwate und Kyoto sowie Nachrichten von Touristen. Viele Zettel haben Gebete gegen Naturkatastrophen und für den Weltfrieden. Auf neueren stehen aktuell ermutigende Worte für Kyoto Animation nach dem Brandanschlag vor einigen Tagen.

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Bis Ende August kann sich jeder kostenlos die Windspiele in dem Tempel angucken. Danach verschwinden sie wieder. Wer es bis dahin nicht nach Kyoto schafft, muss nicht traurig sein. Nächstes Jahr zur etwa gleichen Zeit gibt es die Windspiele wieder und zusätzlich bietet Kyoto noch viele andere Orte, die einen Besuch wert sind.

Quelle: NHK

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