Anzeige
HomeNachrichten aus JapanTepco hat erfolgreich alle Brennelement aus Reaktor 3 des Fukushima Kernkraftwerks beseitigt

Alle abgebrannten Brennelemente sind entfernt

Tepco hat erfolgreich alle Brennelement aus Reaktor 3 des Fukushima Kernkraftwerks beseitigt

Seit fast zehn Jahren ist Japan damit beschäftigt das zerstörte Kernkraftwerk Fukushima Daiichi stillzulegen. Es gab dabei immer wieder Rückschläge und neue Probleme. Nun konnte aber ein großer Erfolg gemeldet werden. Es ist gelungen alle abgebrannten Brennelemente aus einem Reaktor zu beseitigen.

Anzeige

Tokyo Electric Power Co. (TEPCO) teilte am Sonntag mit, dass sie die abgebrannten Brennelemente aus dem Reaktorspeicherpool des Reaktorgebäudes Nummer drei entfernen konnten und die gefährliche Arbeit abgeschlossen haben.

Ziel wird kurz vor dem 10. Jahrestag erreicht

Es ist damit der erste Pool von insgesamt drei betroffenen Reaktoren, an dem die Arbeiten abgeschlossen sind. Die abgebrannten Brennelemente aus Reaktorgebäude vier wurden bereits 2014 entfernt, was vergleichsweise schnell ging, da er zum Zeitpunkt der Katastrophe schon stillgelegt war.

LESEN SIE AUCH:  Seismografen des Fukushima Kernkraftwerks funktionierten beim letzten Beben nicht

Insgesamt mussten 566 Brennelementen aus dem Becken entfernt werden. Nachdem die Trümmer von der Katastrophe beseitigt wurden, hatte ein besonderer Kran mit einem Roboterarm den Brennstoff vorsichtig aus den Becken gehoben.

Der Roboter wurde aus 500 Meter Entfernung im Betriebszentrum gesteuert, da die Strahlung im Reaktorgebäude weiterhin tödlich hoch ist. Es kam öfter zu Fehlfunktionen bei der Ausrüstung, weswegen es zu Verzögerungen kam. Ebenfalls lagen im Becken selbst noch Trümmer, welche Brennelemente blockierten. Die Arbeiten haben deswegen etwa zwei Jahre gedauert und wurden nun etwa zwei Wochen vor dem 10. Jahrestag der Katastrophe abgeschlossen.

Abgebrannte Brennelemente stellten große Gefahr dar

Anzeige

Zuletzt hatten die Mitarbeiter rund um die Uhr gearbeitet, um möglichst schnell das Ziel zu erreichen. Der Erfolg freut dabei besonderes die Angestellten, da nun das Gefahrenlevel an der zerstörten Anlage gesunken ist.

Mit dem Becken wurde nämlich aus großen Sicherheitsbedenken zuerst begonnen. Es wurde aufgrund der starken Schäden durch die Explosion der dreifachen Kernschmelze befürchtet, dass bei einem erneuten Beben das Becken im Obergeschoss den Brennstoff nicht mehr kühlen kann. Auch wenn die Brennelemente verbraucht sind, müssen sie weiterhin gekühlt werden. Sollte die Kühlung wegfallen, hätte es deswegen zu einer erneuten Katastrophe kommen können.

Fukushima Daiichi ist mehr verstrahlt als befürchtet

TEPCO lagert zurzeit den radioaktiven Müll in einen gemeinsamen Pool auf dem Gelände, um ihn vorerst sicher verwalten zu können. In den Reaktoren eins und zwei befinden sich weiterhin noch 1.000 abgebrannte Brennelement. Bisher wird angestrebt sie bis 2024 freizuräumen oder später.

Dazu kommen noch zwischen 800 und 900 Tonnen an geschmolzenen Kernbrennstoff, der sich noch in allen drei Gebäuden befindet und die größte Herausforderung darstellt. Zuletzt wurde festgestellt, dass die Deckel der Reaktoren deutlich mehr verstrahlt sind als angenommen und TEPCO musste die Arbeiten erneut nach hinten verschieben.

Anzeige
Anzeige