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Bilder eines Unterwasser-Roboters lieferten positive Ergebnisse

TEPCO kann mit Bergung von radioaktiven Brennstäben aus Fukushima beginnen

Auch 11 Jahre nach dem GAU in Fukushima beschäftigt das Thema Japan und die Welt weiterhin. Immer wieder stehen bestimmte Punkte, wie die Ableitung des Kühlwassers ins Meer, im Zentrum der Öffentlichkeit. Nun hat Betreiber Tokyo Electric Power Company Holdings Inc. positive Nachrichten. Die radioaktiven Brennstäbe, die sich momentan in einem Becken für abgebrannte Brennelemente des Reaktors Nr. 2 im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi befinden, können wie geplant entfernt werden.

TEPCO gab am Mittwoch bekannt, dass es keinerlei Hindernisse gäbe, die gegen eine Entfernung sprechen. Zuvor hatten sie das erste Mal seit die Katastrophe 2011 eingetreten war, eine interne Sonde in den Reaktor geschickt. Die Untersuchung wird zwar noch bis Freitag dauern, aber die ersten Zeichen scheinen positiv zu sein.

Unterwasserroboter macht Bilder von Fukushima

Mithilfe eines ferngesteuerten Unterwasserroboters, der das Innere des Beckens fotografierte, wurden untergetauchte Brennstäbe und ihre Lagergestelle auf eventuelle Schäden überprüft.

Obwohl an den Gestellen aus Aluminiumlegierung weißes Sediment entdeckt wurde, wird angenommen, dass es durch eine Reaktion zwischen Aluminium und Elementen im Meerwasser entstanden ist, das während der Katastrophe in das Becken injiziert wurde, um den Brennstoff zu kühlen.

Reaktor Nr. 2 erlitt keine Wasserstoff-Explosion

Ähnliche Ablagerungen wurden in den Becken der Reaktoren Nr. 3 und 4 gefunden, aus denen die Brennstäbe bereits entfernt wurden, aber sie haben laut TEPCO den Prozess nicht beeinträchtigt.

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Corona-Pandemie verzögert Arbeiten in Fukushima

Ähnlich wie die Reaktoren Nr. 1 und 3 erlitt der Reaktor Nr. 2 eine Kernschmelze, nachdem er vorübergehend seine Kühlfunktionen in seinem Becken für abgebrannten Brennstoff verloren hatte, aber das Gebäude blieb von einer Wasserstoff-Explosion verschont.

Daher wird angenommen, dass das Becken frei von Trümmern und in einem relativ stabilen Zustand ist.

Strahlungswerte im Kraftwerk Fukushima noch immer hoch

Hohe Strahlungswerte im obersten Stockwerk des Reaktorgebäudes, in dem sich das Becken mit insgesamt 615 abgebrannten und nicht abgebrannten Brennstäben befindet, haben die Aufräumarbeiten verzögert.

Aber der Fortschritt der Dekontamination hat es nun ermöglicht, Inspektionen zumindest aus der Ferne durchzuführen.

An der Südseite des Gebäudes des Kernreaktors Nr. 2 wird eine neue Anlage mit Ausrüstung für die Durchführung der Brennstäbe und einem Kran gebaut, wobei der Abtransport irgendwann zwischen dem Haushaltsjahr 2024 und 2026 beginnen soll.

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