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TEPCO lehnte Tsunami-Simulation für Fukushima vor der Katastrophe ab

Laut einem Mitarbeiter der ehemaligen Nuclear and Industrial Safety Agency hatte die Regierung TEPCO neun Jahre vor der Katastrophe von Fukushima eine Tsunami-Simulation nahegelegt.

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Doch die Tokyo Electric Power Company Holdings Inc. lehnte die Simulation ab, wie nun in einer laufenden Entschädigungsklage bekannt wurde. Bereits im Juli 2002 hatte die Erdbebenforschungseinheit der Regierung eine Langzeitbeurteilung veröffentlicht, die massive Tsunamiwellen entlang der Pazifikküste im Nordosten Japans für sehr wahrscheinlich einstufte. Einen Monat später teilte die ehemalige Atomenergiebehörde dem Betreiber von Fukushima Daiichi mit, dass eine Simulation möglicher Folgeschäden durch einen Tsunami erforderlich wäre.

Doch das Unternehmen lehnte die Simulation auf Grundlage der Forschung durch einen Seismologen ab. Die empfohlene Simulation ist Teil von mehreren Klagen, die von Evakuierten eingereicht wurden, die Entschädigungen von der Regierung und von TEPCO fordern. Da es sich um eine laufende Gerichtsverhandlung handelt, wollte TEPCO sich bisher nicht zu den Vorwürfen äußern.

Momentan muss das Gericht entscheiden, ob die Regierung und TEPCO in der Lage waren, den Tsunami, der durch das Erdbeben 2011 ausgelöst wurde, vorherzusagen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten, um die Katastrophe abzuwehren. Laut dem ehemaligen Mitarbeiter der Atomenergiebehörde hat die Behörde die Ablehnung akzeptiert, da ein großer Tsunami keine realistische Bedrohung gewesen sei. Außerdem wollte TEPCO in Zukunft Tsunami-Maßnahmen in Betracht ziehen.

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