Stats

Anzeige
Home News Tepco nimmt weitere Hürde für die Wiederinbetriebnahme des Atomkraftwerks Kashiwazaki-Kariwa

Präfekturverwaltung muss nun entscheiden

Tepco nimmt weitere Hürde für die Wiederinbetriebnahme des Atomkraftwerks Kashiwazaki-Kariwa

TEPCO hat eine große Hürde auf den Weg zur Wiederinbetriebnahme des Kernkraftwerks in der Präfektur Niigata genommen. Allerdings kann der Betrieb noch nicht wieder aufgenommen werden, da noch eine Reihe von Genehmigungen fehlen.

Die japanische Atomaufsichtsbehörde kam am 23. September zu dem Schluss, dass der Energieversorger auf der Grundlage der neuen rechtsverbindlichen Sicherheitsvorschriften, die von TEPCO entworfen wurden und deren Einhaltung zugesagt wurde, für den Betrieb des Kraftwerks geeignet ist.

Kommunalverwaltungen müssen über die Wiederinbetriebnahme des Atomkraftwerks entscheiden

Das grüne Licht der Atomaufsichtsbehörde verschiebt nun den Schwerpunkt auf die Frage, ob die Kommunalverwaltungen in den kommenden Monaten der Wiederinbetriebnahme des Kernkraftwerks Kashiwazaki-Kariwa zustimmen werden.

Lesen Sie auch:
Sicherheitskosten für japanische Atomkraftwerke in den letzten sechs Jahren um das 5-fache gestiegen

TEPCO will das Kraftwerk unbedingt wieder in Betrieb zu nehmen. Nach der dreifachen Kernschmelze im Kernkraftwerk Fukushima Nr. 1 im Jahr 2011, die durch das Erdbeben und die Tsunami-Katastrophe ausgelöst wurde, ist das Unternehmen finanziell angeschlagen.

Das Unternehmen plant, die Reaktoren Nr. 6 und Nr. 7 im Kernkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa, das zu den größten Kernkraftwerken der Welt gehört, wieder ans Netz zu bringen.

Die beiden Reaktoren haben eine Leistung von jeweils 1,35 Gigawatt. Sie sind die jüngsten der sieben dortigen Reaktoren, die zwischen 1996 und 1997 erstmals in Betrieb genommen wurden.

TEPCO hat noch keine konkreten Pläne für den Umgang mit den älteren fünf Reaktoren vorgelegt.

Japanische Atomaufsichtsbehörde nimmt Tepco stärker in die Pflicht

Im Jahr 2017 genehmigte die NRB die Reaktoren Nr. 6 und Nr. 7 nach den strengeren neuen Reaktorvorschriften, die 2013 als Reaktion auf die Atomkatastrophe von Fukushima eingeführt wurden.

Die japanische Atomaufsichtsbehörde prüfte auch genau die Sicherheit des Kraftwerks, da das Unternehmen für den schwersten Atomunfall des Landes verantwortlich ist

Nach mehreren Runden von Treffen mit Spitzenmanagern der TEPCO gelang es der NRB, das Unternehmen so unter Druck zu setzten, dass es sich schriftlich zur Einhaltung eines neuen Sieben-Punkte-Sicherheitscode für die Anlage Kashiwazaki-Kariwa verpflichtete.

Mit der Schaffung des neuen, rechtsverbindlichen Codes soll das Unternehmen für die Sicherheitsmaßnahmen in der Anlage zur Verantwortung gezogen werden.

TEPCO versprach auch, ein System einzurichten, bei dem der Präsident direkt über die Risiken für den Nuklearkomplex informiert wird, einschließlich der Wahrscheinlichkeit von Erdbeben, die stärker sind als die, wofür die Anlage ausgelegt ist. Das Unternehmen muss auch Sicherheitsmaßnahmen für den Umgang mit dieser Art von Erdbeben entwerfen und bestätigen, ob Vorsichtsmaßnahmen getroffen wurden.

Der Energieversorger verpflichtete sich darüber hinaus, unverzüglich öffentliche Aufzeichnungen über den Entscheidungsprozess in wichtigen Fragen der nuklearen Sicherheit herauszugeben und die Dokumente bis zur Stilllegung der Anlage aufzubewahren.

Arbeiten an der Sicherheit von Reaktor 7 sollen im Dezember abgeschlossen werden

Die TEPCO plant, die Arbeiten zur Verstärkung der Sicherheit des Reaktors Nr. 7 im Dezember abzuschließen. Für den Reaktor Nr. 6 haben sie keinen endgültigen Termin für ähnliche Arbeiten festgelegt.

Um das Kraftwerk Kashiwazki-Kariwa wieder in Betrieb zu nehmen, muss TEPCO die Zustimmung der lokalen Behörden, einschließlich der Verwaltung der Präfektur Niigata, einholen.

Die Präfekturverwaltung untersucht die Sicherheit des Kraftwerks durch ein Expertengremium, das die gesundheitlichen Auswirkungen der Reaktorkatastrophe von Fukushima auf die Bevölkerung prüft.

Der Gouverneur von Niigata, Hideyo Hanazumi, sagte, er werde nicht über die Wiederinbetriebnahme entscheiden, bevor das Gremium seine Prüfung abgeschlossen habe.

Anzeige
Anzeige

Das könnte sie auch interessieren