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Geplante Strompreisbremse verliert Effekt

TEPCO plant Strompreise in Japan um 30 Prozent zu erhöhen

Das Energieunternehmen TEPCO plant, die Strompreise in Japan im Juni um fast 30 Prozent zu erhöhen und hat einen entsprechenden Antrag bei der japanischen Regierung gestellt.

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Auch andere Energieversorger in Japan überlegen dem Beispiel zu folgen und die Preise anzuheben. Bisher haben Tojoku Electric Power, Hokuriku electric Power, Chugoku Electric Power, Shukoku Electric Power und Okinawa Electric Power beantragt, ihre Tarife ab April um 28 bis 45 Prozent erhöhen zu dürfen. Um die Preise der regulierten Stromtarife zu erhöhen, braucht es in Japan die Zustimmung des zuständigen Industrieministeriums.

Strompreiserhöhung durch gestiegene Beschaffungskosten

Auf einer Pressekonferenz sagte TEPCO-Präsident Tomoaki Kobayakawa zur geplanten Erhöhung der Strompreise: „Das Geschäftsumfeld ist derzeit schwierig, da die Strombeschaffungskosten aufgrund der steigenden Brennstoffpreise und des schwachen Yen erheblich gestiegen sind.“

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Das Unternehmen erhofft sich durch die Erhöhung eine Verbesserung des Geschäftsumfelds, das durch den Anstieg der Brennstoffkosten stark beeinträchtigt wurde.

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„Wir haben uns zu dieser schwierigen Entscheidung entschlossen, da die steigenden Kosten die Stabilität der Stromversorgung beeinträchtigen könnten“, so Kobayakawa.

Der eingereichte Antrag enthält auch den Plan, das Kernkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa in der Präfektur Niigata wieder ans Netz zu bringen.

Sollte das Ministerium den Antrag von TEPCO genehmigen, wird die monatliche Rechnung für einen Standardhaushalt mit einem Verbrauch von 260 Kilowattstunden voraussichtlich um 2.611 Yen (ca. 18,45 Euro) steigen und damit die derzeitige Rechnung von 9.126 Yen (ca. 64,50 Euro) auf 11.737 Yen (ca. 82,96 Euro) erhöhen.

Effekt der geplanten Strompreisbremse verpufft

Damit wird der Effekt der geplanten Strompreisbremse der japanischen Regierung, die im Februar eingeführt wird, verpuffen. Die Regierung plant, im Rahmen eines Wirtschaftspakets, eine Kilowattstunde mit 7 Yen zu subventionieren.

TEPCO erklärte, es habe seine Tarife auf der Grundlage der Annahme berechnet, dass der Reaktor Nr. 7 des Kernkraftwerks Kashiwazaki-Kariwa im Oktober und der Reaktor Nr. 6 im April 2025 wieder in Betrieb genommen wird, um die Kosten so weit wie möglich zu senken.

Kobayakawa sagte auf der Pressekonferenz jedoch: „Wir können nicht versprechen, wann die Reaktoren wieder in Betrieb gehen werden.“

Die jüngste Erhöhung wird die drittgrößte sein, nach 63,04 Prozent im Jahr 1974 und 52,33 Prozent im Jahr 1980. Bereits 2021 sind die Preise für Strom in Japan rasant gestiegen.

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