Stats

Anzeige
Home News TEPCO will Kernkraftwerk Daini stilllegen

Zum ersten Mal wird freiwillig ein Atomkraftwerk stillgelegt

TEPCO will Kernkraftwerk Daini stilllegen

Tokyo Electric Power Company Holdings Inc. möchte das Kernkraftwerk Fukushima Daini stilllegen. Damit ist es das erste Mal, dass der Energieversorger freiwillig ein Atomkraftwerk stilllegen möchte.

TEPCO, wie die Firma kurz genannt wird, informierte den Gouverneur der Präfektur bereits im Laufe des Monats, nun wurde die Information öffentlich gemacht. TEPCO ist der Betreiber aller Atomkraftwerke in Fukushima, darunter auch des nahegelegenen Daiichi. Dieses war durch das Erdbeben und die Tsunami-Katastrophe vom März 2011 lahmgelegt worden. Dass dieses Werk, das bei drei seiner sechs Reaktoren Kernschmelzen erlitt, stillgelegt wird, ist bereits beschlossen.

Schließung des Werks wird lange dauern

Die Stilllegung von Daini mit seinen vier Kernreaktoren wird eine lange Zeit und viele Kosten in Anspruch nehmen. Unternehmenssprecher gehen davon aus, dass es mehr als 40 Jahre dauern und etwa 280 Milliarden Yen (2.315.880.000 €) kosten wird, das Kernkraftwerk stillzulegen. Nach Abschluss des Prozesses wird es in der Präfektur Fukushima keine Kernreaktoren mehr geben.

Lesen sie auch:
Japan plant Atomkraftwerke stillzulegen, wenn Terror-Gegenmaßnahmen nicht schnell genug umgesetzt werden

Eine offizielle Genehmigung durch die TEPCO-Vorstandsversammlung steht noch aus und ist für Ende des Monats geplant. An einer Zustimmung wird aber nicht gezweifelt. Auch das Daini-Werk wurde von den Tsunamiwellen getroffen und die Kühlfunktion des Reaktors fiel vorrübergehend aus. Doch eine Kernschmelze erfolgte glücklicherweise nicht.

Immer mehr Zweifel an Kernkraft

Seit der Katastrophe von Fukushima ist Kernkraft in Japan umstritten. Es wurde bereits die Stilllegung von 21 Kernreaktoren beschlossen. Nachdem nun auch die Kernreaktoren von Daini verschrottet werden sollen, wird der in Tokyo ansässige Energiekonzern TEPCO nur noch das Werk Kashiwazaki-Kariwa in der Präfektur Niigata betreiben.

Quelle: kyodo

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige