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Therapie gegen Spielsucht soll von der japanischen Krankenversicherung abgedeckt werden

Kosten sollen übernommen werden

Da Japan Casinos ins Land holen will, empfiehlt ein Beratungsgremium, dass die Behandlung von Spielsucht durch die japanische Krankenversicherung abgedeckt werden soll.

Die Empfehlung des Central Social Medical Insurance Council kommt, während die Regierung die Eröffnung von bis zu drei auf Casinos ausgerichteten Projekten vorantreibt.

Glücksspiel soll die japanische Wirtschaft ankurbeln

Die Regierung hat das Glücksspiel in Japan im Jahr 2018 legalisiert und den Bau der Projekte zur Ankurbelung der Wirtschaft vorangetrieben.

Es wurden jedoch Bedenken hinsichtlich einer Zunahme von Spielsüchtigen geäußert, wenn in der ersten Hälfte der 2020er Jahre Casinos an verschiedenen Orten eröffnet werden.

Mehr zum Thema:  Japans Regierung will mit Gesichtserkennung Spielsucht eindämmen

Nach Schätzungen des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Soziales sind in Japan rund 700.000 Menschen spielsüchtig. Nach dem Gesetz ist Spielsucht eine Störung, die das tägliche und soziale Leben eines Menschen zerstört.

Zu den Behandlungen gehört die Gruppentherapie, bei der Spieler ihre Erfahrungen gemeinsam austauschen, um die Störung zu überwinden.

Selbst Schuld an der Spielsucht

Kritiker lehnen jedoch die Inanspruchnahme der öffentlichen Krankenversicherung oder anderer öffentlichen Mittel für solche Therapien ab und argumentieren, dass Süchtige nach eigenem Ermessen mit dem Glücksspiel begonnen hätten.

Auch wenn die Gruppentherapie aufgrund der staatlichen Krankenversicherung zugänglicher wird, zeigen die Daten, dass eine solche Behandlung nur für einen begrenzten Zeitraum wirksam ist.

Eine Umfrage der staatlichen japanischen Agentur für medizinische Forschung und Entwicklung ergab, dass fast 60 Prozent der Spieler, die sich einer Gruppentherapie unterzogen, innerhalb von sechs Monaten wieder mit dem Spielen begannen.

An der Studie nahmen 187 Patienten aus 35 medizinischen Einrichtungen in ganz Japan teil. Ein Forscherteam der Agentur entwickelte ein Programm zur Behandlung von Problemspielern auf der Grundlage verschiedener Arzneimittel, die an mehreren medizinischen Einrichtungen angewendet wurden.

Von den 187 Patienten haben sich 95 für das Programm angemeldet. Die Studie ergab, dass 42,6 Prozent nach Durchlaufen des Programms sechs Monate lang vom Glücksspiel fernblieben. Der Rest kehrte in dieser Zeit zum Glücksspiel zurück.

Bei den 92 Personen, die nicht an dem Programm teilgenommen haben, konnten nur 2,2 Prozent mit dem Spielen aufhören.

Die Studie zeigte auch, dass Süchtige, die das Glücksspiel wieder aufgenommen hatten, in den letzten sechs Monaten nach Beendigung des Programms etwa 50.000 Yen für ihre Sucht ausgegeben hatten.

Diejenigen, die nicht am Programm teilgenommen haben, gaben ungefähr 118.000 Yen aus, während sie neunmal im Monat spielten.

Süchtige finden viele Möglichkeiten für Glücksspiel

Laut Susumu Higuchi, Direktor des Kurihama Medical and Addiction Center, ist es schwierig, Spielsucht frühzeitig zu erkennen, es sei denn, es gibt verräterische Anzeichen.

Er sagte, dass viele Süchtige dazu neigen, das Glücksspiel wieder aufzunehmen, da es überall in Japan Pachinko-Salons gibt. Außerdem sind Pferde- und Motorbootrennen im Internet leicht zugänglich.

„Spielsüchtige müssen sich langfristig einem Nachfolgeprogramm unterziehen“, so Higuchi. „Es gibt viele Menschen, die sich nicht behandeln lassen. Es ist wichtig, dass sie sich einer Therapie unterziehen und die Anzahl der Patienten reduzieren.“

Die japanische Regierung plant, bis Ende März 2021 in allen 47 Präfekturen Spezialkliniken zur Behandlung von Patienten mit Glücksspielproblemen einzurichten. Bis August 2019 hatten dies jedoch nur 35 Kommunalverwaltungen getan.

Experten warnten, dass es einen Mangel an Fachärzten auf diesem Gebiet gibt.

MA

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