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Tokyo 2020: Stadt will Kohlendioxidemissionen bei Olympia „auf Null bringen“

Die Stadt Tokyo will zu den Eröffnungs- und Abschlusszeremonien für die Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokyo 2020 erreichen, dass an diesen Tagen die Kohlendioxidemissionen in der Hauptstadt ein bestimmtes Level nicht überschreiten. Die Stadt plant an diesen Tagen die Kohlendioxidemissionen auf nahezu Null bringen.

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Möglich soll dies durch ein Programm gemacht werden, welches die Regierung bereits 2010 beschlossen hat. Mit dem „Tokyo Cap-and-Trade Program“ steht den Unternehmen ein bestimmtes Kontingent an Kohlendioxid zu, dass sie im Jahr verbrauchen dürfen. Wie das „trade“ im Namen schon verrät, können Unternehmen ihre Kohlendioxidemissionen auch untereinander handeln.
Die Metropolregierung plant nun, dass die Unternehmen ihre Emissionsquoten für die betreffenden Tage spenden. Damit würde man zumindest theoretisch die geschätzte Menge CO2 ausgleichen und die während der Zeremonie entstehenden Emissionen „praktisch auf Null“ drücken. „Wir haben den Appell, dass wir einen vorausschauenden Ansatz in Sachen Umwelt verfolgen,“ erklärte das Büro der Stadtverwaltung von Tokyo.

Für den Zeitraum der Zeremonien in Tokyo 2020 schätzt die Regierung die Kohlendioxidemissionen in der Hauptstadt auf rund 720.000 Tonnen. Was sehr optimistisch klingt, wenn man die Zahlen mit denen der vorherigen Spiele vergleicht.
Nach Angaben der Regierung in Tokyo betrug der geschätzte Kohlendioxidausstoß für die Spiele 2012 in London 3,4 Millionen Tonnen. Bei den Spielen in Rio de Janeiro letztes Jahr wurden sogar rund 4,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid gemessen.

Die Olympischen Spiele sollen vom 24. Juli bis zum 9. August stattfinden. Der Zeitraum für die Paralympischen Spiele ist vom 25. August bis zum 6. September angesetzt.
Bis jetzt hatte die Regionalregierung in Tokyo immer wieder mit Rückschlägen zu kämpfen, wenn es um die Olympischen Spiele ging. So soll das Wasser in der Tokyoter Bucht nicht den strengen Qualitätsstandards entsprechen oder die Kosten für das Event stiegen explosionsartig und wurden immer wieder, auch von der derzeitigen Gouverneurin Koike, nach unten korrigiert.

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