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Tokyo ist gut, aber noch nicht perfekt

Tokyo belegt erneut Platz 3 im globalen Städteranking

Tokyo konnte seinen dritten Platz im am Mittwoch veröffentlichten jährlichen Global Power City Index-Bericht halten. Es ist unter anderem einer positiven Entwicklung hinsichtlich der Arbeitsflexibilität inmitten der Covid-19-Pandemie zu verdanken, dass die Stadt ihren Platz auf dem Treppchen nun das sechste Jahr in Folge verteidigen konnte.

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Damit liegt die Stadt nur noch hinter London, welches sich zum zehnten Mal in Folge den ersten Platz sichern konnte, und New York zurück. Insgesamt blieben die Top-5-Städte im Vergleich zum Vorjahr unverändert, aber es gab klare Veränderungen hinsichtlich der in die Bewertung miteinbezogenen Indikatoren. Der Bericht selbst war vom Institute for Urban Strategies der Mori Memorial Foundation erstellt worden.

Die Pandemie und ihr Einfluss auf die Bewertungsfaktoren

Der Global Power City Index untersucht die Stärken von 48 großen globalen Städten, um Menschen, Geld und Unternehmen anzuziehen. Es gibt sechs Hauptbereiche, in denen die Untersuchungen anhand von 70 Indikatoren durchgeführt werden: Wirtschaft, Forschung und Entwicklung, kulturelle Interaktion, Lebensqualität, Umwelt und Erreichbarkeit.

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Die Covid-19-Pandemie hat für eine Neueinschätzung von speziellen Indikatoren wie zum Beispiel dem des Tourismus und dem der Arbeitsstile gesorgt.

London erhielt im Bereich der Erreichbarkeit in diesem Jahr deutlich weniger Punkte als noch im Vorjahr. Die Reisebeschränkungen sorgten dafür, dass die Stadt hier von dem ersten auf den dritten Platz zurückfiel. Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie haben darüber hinaus auch die Bewertungen im Wirtschaftsbereich nach unten gezogen.

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Auch Osaka rutschte von Platz 33 im letzten Jahr auf den 36. Platz ab, da die Zahl der in der Stadt ankommenden Fluggäste, insbesondere am Flughafen Kansai, stark zurückgegangen war. Fukuoka dagegen verbesserte sich und stieg von Platz 43 auf den 42. Platz auf.

Tokyos Position im Ranking

Tokyo konnte seine Gesamtpunktzahl und seine Position in Bezug auf die Flexibilität des Arbeitsstils deutlich verbessern. Ein Aufstieg von Platz 41 auf Platz 2. Der Grund: Die Pandemie hat eine Reihe von Unternehmen dazu veranlasste, Telearbeit einzuführen und die Arbeitszeiten flexibler zu gestalten. Eine klar positive Entwicklung, die auch mit einer entsprechend höheren Platzierung honoriert wurde.

Auch die Olympischen und Paralympischen Spiele brachten der Stadt viele Punkte im Bereich der Kulturveranstaltungen ein.

Allerdings glänzt Tokyo längst noch nicht in allen Bereichen

Hiroo Ichikawa, emeritierter Professor an der Meiji-Universität und eines der Ausschussmitglieder, die den Bericht beaufsichtigten, sagte, dass die Stadt, obwohl die Pandemie dazu beigetragen hat, Tokyos Punkte zu verbessern, immer noch Schwächen aufweise. Als Beispiel führte er hier die langsamen Fortschritte beim Wirtschaftswachstum und bei der Stärkung der Rollen von Frauen an.

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Von vielen Städten wird erwartet, dass sie in der Zeit nach der Pandemie eine Vielzahl von Dingen einführen werden (um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern). Tokyo sollte nicht zurückgelassen werden“, sagte Ichikawa.

Sobald die Pandemie weltweit abgeklungen ist, werden die Menschen wieder reisen und Geld ausgeben wollen. „Es wird also ein Wettbewerb sein, welche Städte bereit sind, sie zu akzeptieren“, sagte Ichikawa und fügte hinzu, dass Tokyo über Bereiche nachdenken müsse, in denen die Stadt noch verbessert werden kann.

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