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HomeNachrichten aus JapanTokyo erhöht Corona-Warnstufe auf 4, sieht aber vom Ausnahmezustand weiter ab

Stadtverwaltung will weitere Maßnahmen weiter vermeiden

Tokyo erhöht Corona-Warnstufe auf 4, sieht aber vom Ausnahmezustand weiter ab

Die Stadtverwaltung von Japans Hauptstadt Tokyo hat die Corona-Warnstufe auf 4 erhöht, die höchste Stufe. Die Stufe 4 bedeutet, dass das Gesundheitssystem überlastet ist. Die Infektionswarnstufe ist bereits seit einiger Zeit auf Stufe 4, was bedeutet, dass sich das Coronavirus anhaltend und großflächig ausbreitet.

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Die Stadtverwaltung gab gleichzeitig bekannt, dass man in den nächsten Tage mit über 24.000 Neuinfektionen pro Tag rechnet, wenn der Anstieg der Infektionen im derzeitigen Tempo weitergeht.

Tokyo will Ausnahmezustand unbedingt vermeiden

Gleichzeitig hat die Stadtverwaltung von Tokyo neue Kriterien für die Ausrufung des Ausnahmezustands vorgestellt. So soll nun unter anderem geprüft werden, ob die Belegungsrate der Krankenhäuser mit Corona-Patienten, die unter schweren Symptomen leiden, einen Schwellenwert von 30 bis 40 Prozent erreicht hat.

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Zudem wird geprüft, ob der Prozentsatz der Corona-Patienten, die Sauerstoff benötigen, 30 bis 40 Prozent erreicht hat. Damit versucht Japans Hauptstadt weiterhin Schaden durch härtere Corona-Maßnahmen von der Wirtschaft abzuwenden.

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Nach dem ursprünglichen System hätte die Stadtverwaltung ab einer Auslastung der Betten, die in Krankenhäusern für Corona-Patienten reserviert sind, von 50 Prozent bei der japanischen Regierung die Verhängung des Ausnahmezustands beantragen müssen.

Die Rate wurde bereits überschritten, allerdings sagte Japans Premierminister, dass es keine Pläne gibt, die Maßnahme in Tokyo zu verhängen und auch Gouverneurin Yuriko Koike äußerte sich nur sehr vorsichtig.

Die Quote der Betten für Menschen mit schweren Symptomen lag am Mittwoch in Tokyo bei 15,1 Prozent, die Quote bei Menschen, die eine Sauerstoffzufuhr benötigen, lag bei 8 Prozent.

Als weiterer Richtwert wurde festgelegt, dass der Sieben-Tage-Durchschnitt der Neuinfektionen 24.000 erreicht. Am Donnerstag lag dieser Durchschnitt bei fast 17.000.

Bisherige Maßnahmen schießen nur auf Bars und Restaurants

Tokyo befindet sich bereits unter dem „Quasi-Notstand“, der es den Behörden erlaubt, Restaurants aufzufordern, ihre Öffnungszeiten zu verkürzen und den Alkoholausschank einzuschränken oder ganz einzustellen, während Geschäfte im Rahmen eines Ausnahmezustands aufgefordert werden können, zu schließen.

Als im Juli letzten Jahres der vierte Ausnahmezustand über die Metropole verhängt wurde, wurden große kommerzielle Einrichtungen wie Kaufhäuser aufgefordert, um 20 Uhr zu schließen. Die Besucherzahl bei Großveranstaltungen wurden auf 5.000 Personen oder 50 Prozent der Kapazität des Veranstaltungsortes begrenzt.

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