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Nur auf den ersten Blick ist die Stadt stiller geworden

Tokyo im Ausnahmezustand – weniger Menschen unterwegs, oder doch nicht?

Ein bekanntes Bild von Tokyo ist die „Scamble“- Kreuzung in Shibuya. Viele Bilder dieser Kreuzung zeigen, wie sie von Menschenmassen genutzt werden.

Da zurzeit in Tokyo aber der Ausnahmezustand gilt, zeigen aktuelle Bilder ein ganz anderes Bild, deutlich weniger Menschen sind unterwegs.

Tokyo nur auf den ersten Blick weniger geschäftlich

Man könnte also meinen, dass sich viele Menschen in Japans Hauptstadt an die Aufforderung der Stadtverwaltung halten und zu Hause bleiben, doch schaut man in die Seitenstraßen, ergibt sich ein ganz anderes Bild und das auch am Wochenende in den Einkaufsstraßen in den Vororten.

Die Seitenstraßen sind gut gefüllt und die Bars und Restaurants dort haben weit nach 20 Uhr noch geöffnet, denn diejenigen, die der Aufforderung nachkommen und zu Hause bleiben, treffen auf eine große „Minderheit“, die sich der Aufforderung widersetzen.

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Japan hob am 14. Mai in 38 Präfekturen den Ausnahmezustand auf, in Tokyo gilt er allerdings weiterhin, auch wenn nun geplant ist, dass der Ausnahmezustand bereits heute enden soll.

Der Ausnahmezustand gibt den Gouverneuren die Rechtsgrundlage, um Maßnahmen zur sozialen Distanzierung zu fordern, Strafen für diejenigen, die dieser Aufforderung nicht nachkommen, gibt es allerdings nicht.

Abe hat dafür gesorgt, dass Japan keine harten Sperren nach europäischem Vorbild einführt, die die Wirtschaft lähmen würden. Während es immer mehr Forderungen nach dem Hochfahren der Wirtschaft gibt, befürchten einige, dass hastige Reaktion zu einem erneuten Auftreten von Infektionen führen werden.

Die meisten Restaurants und Pubs können allerdings geöffnet werden, obwohl die Öffnungszeiten kürzer sind. Lebensmittelgeschäfte und öffentliche Verkehrsmittel bleiben wie gewohnt geöffnet. Es gibt nur wenige Anreize, Geschäfte zu schließen.

Menschen sollten sich nicht zu sicher fühlen

Yuriko Koike, Gouverneurin von Tokyo, plant die Wiedereröffnung von Unternehmen in drei Phasen, sobald der Ausnahmezustand aufgehoben ist, beginnend mit den Einrichtungen mit dem geringsten Risiko wie Museen und Bibliotheken. In der zweiten Phase können die Theater wieder geöffnet und die Geschäftszeiten für Restaurants und Bars verlängert werden. Die letzte Phase gilt für alle Einrichtungen außer Nachtclubs wie Nachtclubs.

Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura warnte die Menschen davor, sich jetzt zu sicher zu fühlen, oder es werden neue Infektionen auftreten und es besteht die Möglichkeit, dass der Ausnahmezustand Ende des Monats nicht aufgehoben werden kann.

Japan hat ungefähr 16.300 bestätigte Fälle von Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, ungefähr 750 Menschen sind an den Folgen der Infektion gestorben.

MA

 

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