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Weitere Präfekturen unter dem "Quasi-Ausnahmezustand"

Tokyo, Kyoto und Okinawa verschärfen ihre Corona-Maßnahmen

Tokyo, Kyoto und Okinawa verschärfen ihre Corona-Maßnahmen, nicht mal drei Wochen nach dem Ende des Ausnahmezustands, da die Infektionen mit dem Coronavirus wieder deutlich zunehmen.

Die japanische Regierung hat gestern beschlossen, alle drei Präfekturen unter dem „Quasi-Ausnahmezustand“ zu stellen, damit die Präfekturen in vereinzelten Gebieten Maßnahmen rechtlich durchsetzten können.

Rechtlicher Rahmen für strengere Corona-Maßnahmen

Weniger als vier Monate vor dem Olympischen Spielen meldete Japans Hauptstadt an drei Tagen hintereinander mehr als 500 Neuinfektionen und damit genauso viel wie Anfang Februar.

Zu den Corona-Maßnahmen gehören, dass Restaurants und Bars in dicht besiedelten Gebieten um 20 Uhr schließen müssen und bei Großveranstaltungen nicht mehr als 5.000 Zuschauer sein dürfen.

LESEN SIE AUCH:  Was ist Japans "Quasi-Ausnahmezustand" eigentlich?

Der „Quasi-Ausnahmezustand“ wird am Montag in Kraft treten und für Kyoto und Okinawa bis um 5. Mai gelten, in Tokyo bis zum 11. Mai.

Tokyos Gouverneurin Yuriko Koike hatte die japanische Regierung gebeten, ihr die Befugnis zu erteilen, härtere Corona-Maßnahmen im Rahmen des „Quasi-Ausnahmezustands“ zu ergreifen, da sie befürchtete, dass sich hochansteckende Varianten des Virus während der Golden Week von Ende April bis Anfang Mai, einer der reisestärksten Zeiten in Japan, ausbreiten könnten.

Seit dem Ende des Ausnahmezustands am 21. März haben die Infektionen in Tokyo täglich zugenommen. In Japans Hauptstadt gab es am Mittwoch 555 Neuinfektionen, die meisten seit Anfang Februar, als die dritte Infektionswelle zu Ende ging und am Donnerstag wurden 545 Fälle gemeldet.

Tokyos Nachbarpräfekturen könnten ebenfalls strengere Maßnahmen bekommen

Koike hatte die Befürchtung geäußert, dass es Tokyo so ergehen könnte wie Osaka, wo die Beschränkungen schneller gelockert wurden und die Zahl der Infektionen seitdem auf ein Rekordhoch gestiegen sind. Osaka meldete am Donnerstag 905 bestätigten Neuinfektionen.

Die drei Präfekturen rund um Tokyo, Kanagawa, Chiba und Saitama, könnten laut Minister Yasutoshi Nishimura wenig später ebenfalls unter den verschärften Corona-Maßnahmen gestellt werden.

Die japanische Regierung hatte den „Quasi-Ausnahmezustand“ durch eine Gesetzesänderung im Februar eingeführt, um gezielte Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen zu ergreifen und keinen normalen Ausnahmezustand ausrufen zu müssen, um der Wirtschaft nicht zu schaden.

Präfekturen erhalten so die Möglichkeit, Städte und Gemeinden unter strengere Maßnahmen zu stellen und diese auch rechtlich durchzusetzen.

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