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Einigung mit der japanischen Regierung

Tokyo lässt eine Reihe von Unternehmen wegen der Coronavirus-Pandemie schließen

Da in Tokyo die Zahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, weiter steigt, hat die Gouverneurin Yuriko Koike auf einer Pressekonferenz Bars, Restaurants und Pubs aufgefordert, ab 20 Uhr zu schließen.

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Koike sagte auf einer Pressekonferenz, dass Restaurants ab 5 Uhr morgens öffnen könnten, der Alkoholausschank jedoch bis 19 Uhr eingestellt werden soll und fügte hinzu, dass diese Maßnahme ab Freitag um Mitternacht in Kraft treten soll.

Friseure und Baumärkte in Tokyo weiterhin geöffnet

Friseure und Baumärkte dürfen weiterhin geöffnet sein, wie von der japanischen Regierung gefordert. Geschäfte des täglichen Bedarfs werden ebenfalls keine Einschränkungen bekommen.

Die Metropolverwaltung von Tokyo und die japanische Regierung hatten sich kurz nachdem die Regierung den Ausnahmezustand verhängt hat, darum gestritten, welche Geschäfte geschlossen werden sollen.

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Koike sagte, man habe sich geeinigt, nachdem die Regierung ihren Plan fallen gelassen habe, etwa zwei Wochen zu warten, bevor sie die Unternehmen aufforderte, ihre Tätigkeit einzustellen. „Beide Seiten teilten das Gefühl der Krise“, so Koike.

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„Die Situation in Tokyo spitzt sich immer weiter zu“, so Koike und fügte hinzu, ihre Verwaltung habe bei der Zusammenstellung der Unternehmen dem Schutz des Lebens der Einwohner Tokyos oberste Priorität eingeräumt.

Weitere Präfekturen denken über ähnliche Maßnahmen nach

Neben Tokyo haben auch die Präfekturen Kanagawa und Saitama beschlossen, Restaurants, Bars und Pubs aufzufordern ab 20 Uhr zu schließen. Dies gilt ab Samstag für Kanagawa und ab Montag für Saitama. Die Präfektur Chiba, wo die Zahl der Infektionen ebenfalls ansteigt, hat angekündigt, keine Unternehmen einzuschränken.

Neben den genannten Unternehmen werden auch Universitäten, Kinos, Eventveranstalter, Nachtclubs, Pachinko-Salons und Internet-Cafés aufgefordert werden, ihren Betrieb einzustellen. Schulen, Kindertagesstätten und Sozialdienste werden je nach Situation ebenfalls dazu aufgefordert.

Dabei handelt es sich allerdings nur um eine Aufforderung. Wenn sich ein Unternehmen nicht daran hält, kann die Stadtverwaltung keine Strafen verhängen, um die Maßnahme rechtlich durchzudrücken.

Kyodo

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