Tokyo Medical University nimmt die durch Manipulationen geschädigten Bewerber auf

Die Tokyo Medical University, eine der angesehensten und ältesten Universitäten Japans, hat seit diesem Sommer mit einem Skandal um manipulierte Bewerbungen zu kämpfen. Nun kündigte die Universität an, die durch jene Manipulation geschädigten Bewerber aufzunehmen.

Jene Bewerber, meist Frauen, sind in den Jahren 2017 und 2018 durch die Aufnahmeprüfungen gefallen. Dadurch wurden sie von der Hochschule abgelehnt. Im Sommer wurde bekannt, dass die Prüfungsergebnisse bewusst ins Negative korrigiert wurden bzw. die weiblichen Prüflinge trotz guter Leistungen als „nicht bestanden“ bewertet wurden.

Nun dürfen insgesamt 101 Schüler im nächsten Schuljahr endlich die Universität besuchen. Yukiko Hayashi, die erste Präsidentin der Universität, entschuldigte sich auf einer Pressekonferenz für die „unangemessenen Aufnahmeprüfungen“. In einem Bericht eines unabhängigen Ausschusses hieß es im Oktober, dass 69 Bewerber sich für die Zulassung qualifiziert hätten, wenn das Verfahren fair gewesen wäre. Alle hatten die allgemeine Aufnahmeprüfung und einen gemeinsamen Zulassungstest der meisten Universitäten in den Jahren 2017 und 2018 absolviert. Darunter sind mindestens 55 Frauen.

Die Tokyo Medical University bekannte sich im August zur Fälschung der in den Prüfungen erreichten Punktzahl seit über 10 Jahren. Damit beabsichtigte sie die Regulierung, d.h. Begrenzung, der Einschreibung von den Bewerbern, die zum wiederholten Male an der Prüfung teilnahmen. Diese Fälschungen kamen inmitten eines untersuchten Bestechungsskandals zum Vorschein. Darin verwickelt waren Futoshi Sano, ein hochrangiger Beamter des Bildungsministeriums, und Masahiko Usui, ehemaliger Vorsitzender der Universität.

Das japanische Kultusministerium untersuchte in dem Zusammenhang weitere 81 Schulen auf Hinweise zu Manipulationspraktiken. Im Oktober enthüllte die Showa Universität, dass sie die Bewerbungsergebnisse bearbeitete. Daneben gab die Juntendo Universität bekannt, eine Untersuchungsausschuss zu bilden, der eventuelle Manipulationen aufdecken soll. Im Falle der Tokyo Medical University fordern nun 24 weibliche Bewerber Schadensersatz für die Diskriminierung, die sich durch die geschlechterbasierte Manipulation der Aufnahmeprüfung für sie ergab.

Quelle: Kyodo News

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