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Tokyo Metro will mit kostenlosem Soba die Rush Hour abschwächen

Mit der Metro in Tokyo zu fahren ist zu bestimmten Uhrzeiten ein regelrechter Albtraum, der aus viel Gedrängel und wenig Platz besteht. Für Pendler ist es mittlerweile normal, morgens in die Waggons gequetscht zu werden. Die Betreiber wollen das Problem mit der Rush Hour allerdings lösen und versuchen es nun mit kostenlosem Tempura und Soba.

Was sich nach einem billigen Bestechungsversuch anhört, ist der Tokyo Metro Co. ernst. Als Teil eines neuen Plans zur Entlastung der Tozai-Linie sollen Passagiere während der Rush Hour zu anderen Zeiten mit der Bahn fahren. Als Dankeschön für die Beteiligung erhalten sie kostenloses Essen in einem Laden des U-Bahn-Betreibers.

Bereits am Montag startet das ungewöhnliche Projekt, das bis zum 1. Februar läuft. Allgemein richtet sich die Kampagne an Personen, die zwischen der Station Toyo-Katsutadai in der Präfektur Chiba und der Station Monzennakacho in Tokyo pendeln. Alle Passagiere, die für die Kampagne registriert sind und die Tozai-Linie nutzen, haben die Chance auf die kostenlosen Nudeln. Pendler müssen sich für die Registrierung als offizielle Tozai-Linie-Passagiere anmelden und ihre EC-Karteninformationen hinterlegen. Zusätzlich müssen die Teilnehmer zu einer bestimmten Zeit am Morgen durchs Ticketgate gehen, um endgültig teilzunehmen.

Zu den Olympischen Spielen droht ein Zusammenbruch

Das Gratis-Soba gibt es nur, wenn Passagiere mindestens zehn Mal hintereinander an Wochentage die Strecke nutzen. Allerdings nur, wenn mindestens 2.500 Personen teilnehmen. Ab 3.000 winken sogar Nudeln mit Tempura. Sollten es nur 2.000 sein, gibt es lediglich einen Gutschein für ein Stück Tempura. Wenn die Teilnehmerzahl noch niedriger ist, gehen alle leer aus. Die Gutscheine verschickt das Unternehmen nach der ermittelten Zahl der Teilnehmer per E-Mail an die Personen. Sie sind wiederum in allen Metros an Soba-Nudel-Shops einlösbar.

Tokyo versucht zu den Olympischen Spielen 2020 die Pendlerzeiten mit dem Jisa Biz zu versetzen und die Linie zu entlasten. Experten befürchten nämlich, dass der Verkehr zusammenbricht, wenn es noch mehr Passagiere gibt. Bis jetzt gehen Forscher von 650.000 Menschen aus, die in dem Zeitraum neben den bisherigen acht Millionen mit der Metro fahren.

Bereits jetzt ist die Metro überlastet

Takahiro Yamaguchi, ein Sprecher der Tokyo Metro, hofft mit dem Essen zumindest ein wenig die Verkehrsbelastung während der Stoßzeiten zu reduzieren und die Pendler zu Fahrten zu anderen Uhrzeiten zu motivieren. Das aktuelle Projekt hängt laut ihm allerdings nicht direkt mit den Olympischen Spielen zusammen.

Die Tozai-Linie ist zur Rush Hour die am stärksten belastete Linie in ganz Japan. Im Durchschnitt fahren zwischen 7:50 Uhr und 08:50 Uhr 76.616 Menschen mit der U-Bahn. In der Zeit gibt es 27 Züge mit jeweils zehn Wagen. Die Züge sind allerdings zusammen lediglich auf 38.448 Passagiere ausgelegt. Die Linie befördert damit das Doppelte, was einen Belastungsfaktor von 199 Prozent ergibt. Aus dem Grund will Tokyo unbedingt die Strecke entlasten.

Eine App, die letzten März erschien, zeigt Nutzern an, wie überfüllt die Wagen auf allen neun Linien sind. Sie können so besser abschätzen, welchen Zug sie nehmen. Die Regierung motiviert Angestellte vor acht oder nach neun Uhr die Züge zu nutzen. Bei den Arbeitgebern schlagen sie flexible Arbeitszeiten und Telearbeit vor.

Quelle: The Japan Times

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