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Tokyo senkt die Kosten für die Olympischen Spiele 2020

Das Budget der Olympischen Spiele 2020 wurde nach zunehmendem Druck weiter gekürzt. Weitere 41,3 Milliarden Yen (etwa 315 Millionen Euro) will die Stadt nach eigenen Angaben einsparen, um die Kosten für das Sportereignis zu reduzieren.

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Dazu haben die Planer die Bauweise geändert und einige Dauerbauprojekte in temporäre Bauvorhaben umgewandelt. So würden sich die Gesamtkosten für den Bau der Austragungsorte für die Olympischen Spiele 2020 von einem früheren Plan von 224,1 Milliarden Yen auf 182,2 Milliarden Yen reduzieren, so ein Sprecher der Stadt.

Letztes Jahr hatte die Gouverneurin von Tokyo, Yuriko Koike, die Pläne für die Austragungsorte revidieren lassen, da die Kosten umgerechnet knapp 22 Milliarden Euro betragen hätten. Das wäre vier mal so hoch gewesen, wie zum Zeitpunkt des Zuschlags geschätzt wurde.

John Coates, Vorsitzender der Tokyo 2020 Koordinierungskommission, sieht darin nicht nur eine Entlastung für die Stadt Tokyo und den Steuerzahler, es sei auch im Sinne des IOC Kosten einzusparen und Ressourcen zu optimieren.

Die Kosten für das Ausrichten der Spiele wurden auch in Tokyo heiß diskutiert. So soll Premierminister Shinzo Abe im Jahr 2015 die Blaupausen für das neue über 1,7 Milliarden Euro teure Nationalstadion in Tokyo zerrissen haben.

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Unter anderem wegen der voraussichtlich anfallenden Kosten hatten schon Boston, Rom und Hamburg die Reißleine gezogen und sich aus der Kandidatur um die Olympischen Spiele zurückgezogen. Hamburg hatte damals die Bürger per Volksabstimmung über den Verbleib in der Kandidatur abstimmen lassen.

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