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Livestreams und Bilder anstelle von Picknicks

Tokyo sperrt seine Parks wegen der Kirschblüten

In Tokyo beginnen die Kirschblüten zu blühen, eine Nachricht auf die viele Menschen warten. Traditionell heißt das, dass die Parks der Stadt von vielen Menschen bevölkert werden, die spazieren gehen oder sich zum Picknick treffen.

Bereits im Vorfeld hatte die Stadtverwaltung Maßnahmen angekündigt, um die Kirschblütenpartys zu verhindern, da man eine Situation wie im vergangenen Jahr vermeiden möchte.

Parks großflächig gesperrt

Daher sind nun große Teile von vielen Parks in Tokyo abgesperrt oder wurden gleich ganz gesperrt.

So zum Beispiel der Metropolitan Inokashira Park im Westen von Japans Hauptstadt, in dem seit dem 12. März rund 8.4000 Quadratmeter abgesperrt wurden.

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Besuchern ist es nicht erlaubt, eine der Freilichtbühnen zu besuchen oder sich auf eine Bank zu setzten, um die Kirschblüten zu betrachten.

Laut Mitarbeitern des Parks werden die Maßnahmen bis zum 11. April andauern.

Die Kirschblüten ziehen zurzeit allerdings auch noch keine Menschenmassen an, da die Bäume noch ungeöffnete Knospen haben, allerdings wird allgemein erwartet, dass die Blütenpracht am Wochenende blühen wird.

Dementsprechend sind die Mitarbeiter auch besorgt, dass die Menschen eher nachts versuchen in den Park zu kommen, um unter den Blühten mit Freunden zu trinken. Das Problem will man mit Sicherheitspersonal, das nachts auf Patrouille geht, bekämpfen.

Neben dem Inokashira Park sind auch der Ueno Park, der Yoyohi Park, der Shiba-PArk, der Rinshi no Mori-Park und der Roka Koshunen teilweise gesperrt worden.

Zwar dürften Besucher die Parks betreten, allerdings gilt eine Maskenpflicht und die Menschen sind aufgerufen, Stoßzeiten zu meiden.

Von offizieller Seite heißt es, dass die Maßnahmen bis mindestens Ende März aufrechterhalten werden.

Keine Kirschblüten am Meguro-Fluss

Ein weiteres Problem sind die 800 Someiyoshino-Kirschbäume, die den Meguro-Fluss säumen, die jeden Frühling etwa 3 Millionen Besucher anziehen.

Der Bürgermeister des Bezirks Meguro, Eiji Aoki, veröffentlichte am 15. März eine Videobotschaft, in der er die Menschen aufforderte, nicht in die Gegend zu kommen, um die Kirchblüten zu sehen.

Das Problem ist allerdings, dass es auch im vergangenen Jahr einen Aufruf gab, der dazu geführt hat, dass nur etwas die Hälfte der sonst üblichen Anzahl an Menschen sich die Kirschblüten angesehen haben, allerdings wurden trotzdem vier Tonnen Müll hinterlassen.

„Wir sind besorgt über neue Coronavirus-Varianten in diesem Jahr und bitten die Menschen dringend, sich mehr als im letzten Jahr von der Gegend fernzuhalten“, sagte ein Sprecher des Bezirks.

Abgesagte Festivals

Neben den Sperrungen und Aufrufen, wurden auch zahlreiche Kirchblütenfeste abgesagt.

Im Ueno-Park wurde das Fest, dass zwischen dem 19. März und 11. April stattfindet, abgesagt, an den Bäumen werden Papierlaternen aufgehängt, die nachts allerdings nicht leuchten werden.

Im Konganei-Park wurde das Kirschblütenfest ebenfalls abgesagt, genauso wie das jährliche Fest im Bezirk Chiyoda. Geplant sind stattdessen Livestreams auf YouTube.

Das Setagaya Ward Office hat am 12. März Archivbilder von Kirschblüten auf seiner Website veröffentlicht.

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