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Hilfe anstelle von Strafen

Tokyo versucht, Prostitution durch Beratung zu bekämpfen

Die Pandemie hat dazu geführt, dass die Prostitution in Japans Hauptstadt Tokyo gestiegen ist, da viele Frauen sich durch Geldsorgen dazu entschieden haben, anschaffen zu gehen.

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Die Metropolitan Police Department hat darauf reagiert und ein Programm gestartet, das mit Beratung die Frauen dazu bewegen soll, nicht mehr als Prostituierte zu arbeiten.

Letzter Ausweg Prostitution

Insbesondere im Okubo-Park in Tokyos Vergnügungsviertel Kabukichi hat die Prostitution zugenommen, immer mehr Frauen warten dort auf Freier und es gibt viele billige Hotels.

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Die Polizei versucht, mit zivilen Ermittlern die Frauen in ein Hotel zu locken, in dem eine Ermittlerin wartet, um mit ihr zu sprechen.

Oftmals ist der Grund, wieso eine Frau ihren Körper verkauft, die Tatsache, dass die Pandemie dazu geführt hat, dass man seine Rechnungen nicht mehr bezahlen kann. Viele Frauen standen kurz davor, ihre Wohnung zu verlieren.

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Die Polizei versucht, mit einer umfangreichen Beratung die Frauen dazu zu bewegen, dass sie sich bei den Behörden meldet, um dort Hilfe zu suchen.

Gerade in Kabukicho ist Prostitution sehr lukrativ, der übliche Preis liegt zwischen 10.000 und 15.000 Yen.

Laut der MPO würde nur in seltenen Fällen wegen des Verstoßes gegen das Antiprostitutionsgesetz eine Anklage erhoben, wichtiger ist es, die Frauen dazu zu bewegen, dass sie nicht mehr als Prostituierte arbeiten.

Helfen statt zu bestrafen

Die Initiative startete bereits im vergangenen November, da die Polizei erkannte, dass die Aufdeckung von Prostitution allein nicht ausreicht, um das Problem in den Griff zu bekommen, insbesondere da viele Frauen durch finanzielle Probleme schnell wieder auf der Straße auftauchen.

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Im vergangenen Jahr konnten durch die Beratung 60 Frauen geholfen werden. Die Hilfe geht so weit, dass die Beamten anbieten, bei den Behördengängen zu helfen.

Die MPO hofft nun, dass auch andere Städte dieses Programm übernehmen, damit den Frauen geholten wird, anstelle sie zu bestrafen.

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