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Arbeitskräfte sind verärgert

Tokyo verweigert olympischen Personal die 2. Corona-Impfung

In wenigen Tagen beginnen die Olympischen Spiele und das olympische Personal ist noch kaum durchgeimpft. Das wird nun auch nicht mehr passieren, denn die Regierung von Tokyo verweigert die zweiten Impfungen.

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Wie bekannt wurde, verzögert Tokyo die weiteren Impfungen des sogenannten Unterstützungs-Personals, da sie keine Ausfälle durch mögliche Nebenwirkungen riskieren wollen. In einem Rundschreiben der Stadtregierung wird angegeben, dass es erst nach den Spielen die zweite Dosis gibt, da sie sonst in den Veranstaltungszeitraum fehlen würden.

Personal muss mehr als sechs Wochen warten

Wer am 28. Juni die erste Spritze erhielt, soll deswegen die zweite erst am 10. August erhalten. Das sind mehr als sechs Wochen, was über dem empfohlenen Zeitraum liegt. Eigentlich sollen die Personen vier Wochen später die zweite Spritze bekommen.

Für die Angestellten ist das ein hohes Gesundheitsrisiko, da die Impfung nur mit der zweiten Dosis wirklich wirksam ist. Gleichzeitig gibt es täglich Meldungen, dass Mitglieder der olympischen Delegationen sich mit dem Virus infizieren.

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Die Entscheidung sorgte deswegen beim Personal für große Empörung. Die Arbeiter sind wütend, dass die Spiele über ihre Gesundheit gestellt werden und sie nur mit einem halben Schutz arbeiten sollen, obwohl sie engen Kontakt mit Besuchern und anderen Menschen haben.

Freiwillige können sich ohne Probleme impfen lassen

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Um die 1.000 Mitarbeiter erhielten zwischen dem 28. Juni und 30. Juni ihre ersten Dosen des Moderna-Impfstoffs, nachdem sie gefragt wurden, ob sie sich in Massenimpfzentren impfen lassen wollen. Sie mussten dafür allerdings ein Dokument unterschreiben, in dem sie akzeptieren, dass sie die zweite Dosis später bekommen.

Da es zu dem Zeitpunkt schwer war, so eine Impfung zu bekommen, unterschrieben viele. Verärgert sind sie trotzdem, dass sie mehr oder weniger dazu gezwungen wurden. Umso verwunderlicher ist es, dass das japanische Organisationskomitee dafür gesorgt hat, dass Freiwillige sofort ihre erste Dosis erhalten, wenn sie sich impfen lassen möchten. Sie können sogar während der Spiele ihre zweite Impfung ohne Probleme bekommen.

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