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Kein Geld für Reisen von und nach Japans Hauptstadt

Tokyo von der „Go To Travel“-Kampagne ausgeschlossen

Am kommenden Mittwoch startet die japanische Regierung die „Go To Travel“-Kampagne, allerdings bekommt man seine Reise nicht subventioniert, wenn man nach oder aus Tokyo reist.

Minister für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus sagte gegenüber Journalisten, die japanische Regierung wird die Kampagne unter Ausschluss von Tokyo wie geplant starten.

Reisen von und nach Tokyo werden nicht subventioniert

„Wir werden diejenigen von der Kampagne ausschließen, die Tokyo zu ihrem Reiseziel machen und die in Tokyo wohnen und nach außerhalb von der Präfektur reisen“, so der Minister.

Ein Unterausschuss der japanischen Regierung genehmigte die Richtlinienänderung. „Die Kampagne gilt vorerst nicht für Reisen nach und von Tokyo gelten sollte. Man könne Tokyo einschließen, sobald sich die Infektionsrate verlangsamt“, so Shigeru Omi, der den Unterausschuss leitet.

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In Tokyo ist man wenig begeistert über diese Entscheidung. Auf Twitter sammelten sich unter dem Hashtag #TokyoExludes bereits mehrere 100.000 Tweets von teils wütenden Einwohnern.

Japans Hauptstadt meldet seit einigen Tagen einen täglichen Anstieg von 100 und mehr Infektionen, allein am Freitag wurden 293 Infektionen gemeldet. Zwar begründet die Stadtverwaltung den Anstieg mit vermehrten Tests, allerdings werden pro Tag nur etwas mehr als 4.000 Tests durchgeführt.

Viel Kritik an der Kampagne

In den letzten Tagen haben mehrere Gouverneure und Politiker der Opposition gefordert, dass die Kampagne überarbeitet, verschoben oder abgesagt werden sollte. Die Kritiker befürchten, dass der Touristenstrom aus den städtischen Gebieten zu einem Anstieg der Infektion führen wird, für den die ländlichen Regionen schlecht gerüstet sind.

Eine endgültige Regierungsentscheidung wird am Freitag gemäß den Empfehlungen des Coronavirus-Gremiums erwartet. Obwohl ursprünglich geplant war, die Kampagne Anfang August zu beginnen, veranlasste der Druck der Reisebranche, die vom Coronavirus schwer getroffen wurde, die japanische Regierung, die Kampagne früher zu starten.

Mit zunehmender Anzahl von Infektionen in Tokyo und Osaka hat der Druck, die Kampagne zu überdenken, in den letzten Tagen zugenommen.

Da die Sommerferien im nächsten Monat beginnen und viele Menschen aus den Großstädten zu ihren Eltern oder Verwandten fahren, sieht die Regierung die Kampagne auch als Gelegenheit, den August für Reisen lukrativ zu machen.

Das schürt allerdings auch die Befürchtung, dass eine große Anzahl von Menschen im August und September, zu Beginn der Taifun-Saison, reisen werden. In diesem Zeitraum wäre ein Anstieg von Infektionen für viele Gemeinden gefährlich.

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