Anzeige
HomeNachrichten aus JapanTokyo will weiterhin alle Coronainfektionen melden

Meldepflicht ist wichtig

Tokyo will weiterhin alle Coronainfektionen melden

Das japanische Gesundheitsministerium überlegt im Moment, die Meldepflicht für alle Coronainfektionen abzuschaffen, um so die medizinischen Einrichtungen zu entlasten.

Anzeige

Yuriko Koike, die Gouverneurin von Tokyo, hat nun allerdings angekündigt, dass alle medizinischen Einrichtungen in Japans Hauptstadt auch weiterhin alle Infektionen täglich melden sollen.

Meldepflicht für Coronainfektionen ist nützlich für die Gesundheitsämter

Koike sagte während der regulären Sitzung zur Pandemiesituation, dass die bestehenden Vorschriften, nach denen Ärzte alle neuen Corona-Infektionen melden müssen, nützlich sind, um die allgemeine Infektionssituation und den Zustand der Patienten in Tokyo zu erfassen. Darüber hinaus sagte die Gouverneurin, dass die medizinischen Dienste die Informationen sinnvoll nutzen können.

LESEN SIE AUCH:  Japan zählt erstmal 343 Menschen, die an einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind

Derzeit sind alle Ärzte in Japan dazu verpflichtet, Namen, Adressen und Telefonnummern von allen Personen, bei denen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen wurde, an die Gesundheitsämter und lokalen Behörden zu übermitteln.

Das japanische Gesundheitsministerium kündigte vor einigen Tagen allerdings an, dass man die täglichen Berichte lieber ganz abschaffen würde, um damit die Ärzte zu entlasten. Als Alternative sollen die Berichte zumindest eingeschränkt werden. Dies würde jedoch bedeuten, dass Menschen, die sich zu Hause erholen und deren Gesundheitszustand sich plötzlich verschlechtert, keine Möglichkeit hätten, Hilfe vom Gesundheitsamt zu erhalten.

Zustimmung aus Ibaraki

Anzeige

Anders als die Gouverneurin von Tokyo begrüßte Kazuhiko Oigawa, der Gouverneur von Ibaraki, die Änderung der Meldepflicht der Coronainfektionen und sagte, dass so die Belastung für die medizinischen Dienste, die an der vordersten Front kämpfen, erheblich verringert wird.

Er sagte jedoch auch, dass sich im Rahmen der neuen Politik die Frage stellen könnte, wie mit Patienten mit leichten Symptomen umgegangen werden soll, deren Zustand sich plötzlich verschlechtert.

Anzeige
Anzeige