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Verband erhielt zahlreiche Beschwerden

Tokyoter Parkverband entschuldigt sich für Artikel zu US-Militärflugzeugen

Für viele Japaner ist das US-Militär in Japan ein großes Ärgernis, vor allem weil es immer wieder zu Vorfällen kommt. Die Tokyo Metropolitan Park Association entschuldigte sich nun für einen Artikel in der monatlichen Newsletter, in dem sich positiv zu den Militärflugzeugen geäußert wurde, die eigentlich ein Problem sind.

Am Montag gab der Verband in einer Erklärung an, dass es zu irreführenden Äußerungen in der Februar Ausgabe desKomine-dayori Newsletter gekommen ist. Veröffentlicht wurde der besagte Artikel von dem Metropolitan Komine Park in Akiruno. Es sei dabei der Eindruck entstanden, dass sie die Praktiken des US-Militärs tolerieren.

Flugzeuge werden gelobt

Das sei nicht Fall und sie entschuldigen sich bei den Anwohnern, die durch den Lärm und andere Probleme belästigt wurden. Neben der Entschuldigung zog der Verband die Ausgabe des Newsletters zurück und bat Abonnenten ihre bereits erhaltenden Ausgaben zu entsorgen. Zusätzlich wollen sie in der nächsten Ausgabe noch eine Entschuldigung drucken.

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Der entsprechende Artikel befand sich unter saisonale Sehenswürdigkeit und war Teil der Serie „Yokota Japan: From the skies of Tama“. Es war ein Bild von einem niedrig fliegenden US-Militärtransportflugzeugs des Typs C-130 Hercules zu sehen, das zur Yokota Air Base gehört.

In dem Artikel dazu stand dann, dass der Militärflieger das hüglige Gelände überfliege, das bis zu Akigawa Tal geht. Er weiche Stromleitungstürme aus und fliege einen Kreis, was an eine Flugshow erinnert. Weiter wird geschwärmt, dass das Flugzeug wohl das beste Transportflugzeug der Welt sei.

Autor wollte nur neugierigen Besuchern helfen

Geschrieben wurde der Artikel von einem Mitarbeiter des Besucherzentrums des Parks. Der Entwurf wurde dabei gleich zweimal geprüft, darunter von einem Beamten des Verbandes. Es schien dabei niemanden aufzufallen, dass der Beitrag problematisch ist.

Kurz nachdem 400 Exemplare der Ausgabe an 100 Orte ausgeliefert wurden, gab es die ersten Beschwerden. Es wurde darauf hingewiesen, dass Menschen durch den Lärm der Militärflüge belästigt werden und sehr darunter leiden. Auch wurde kritisiert, dass sie nichts mit der Natur zu tun haben. Der Artikel wurde daraufhin erneut geprüft und für unzureichend befunden.

Eigentlich wurde der Artikel gut gemeint und sollte aufklären. Der Autor hat nach eigenen Angaben nur auf Parkbesucher reagiert. Besucher waren neugierig wegen der Militärflieger, die öfter zu sehen waren. Der Autor wollte deswegen die Sichtungen erklären, da es so viele Fragen gab.

US-Militärflugzeuge verursachen im Tiefflug großen Lärm

Deswegen war auch geplant, einen zweiten Teil im März zu veröffentlichten, der sich mit der „Operation Tomodachi“ auseinandersetzt. Der Autor wollte dabei unter anderem auf die humanitäre Hilfe und Katastrophenhilfe der US-Streitkräfte, sowie den 10. Jahrestag des großen Erdbebens eingehen. Aufgrund des Vorfalls wird es nun nicht zu dem Beitrag kommen.

Die Yokota Basis hat in den letzten Jahren für zahlreiche Vorfälle gesorgt. Die niedrigen Flüge sind dabei ein besonderes Ärgernis, da sie laut sind und als ein allgemeines Sicherheitsrisiko gelten. 123 Beschwerden gab es 2019 deswegen, für 2020 stieg die Zahl sogar auf 183 Beschwerden an.

Aber nicht nur bei der Yokota Basis kommt des zu Problemen. Die Kaneda Air Base sorgte erst kürzlich für Empörung, weil Militärflieger sehr tief über das Schutzgebiet eines Nationalparks in Okinawa geflogen waren.

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