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Tokyoter Stadtregierung wird neue stufenlose Busse einführen

Japan – Nachdem die Stadtregierung von Tokyo bereits im April 2017 1.464 Busse mit stufenlosem Einstieg eingeführt hatte, wurde festgestellt, dass die Fahrgäste im Inneren noch zu viele Stufen steigen müssen. Deshalb sollen nun neue stufenlose Busse eingesetzt werden, sodass gehbehinderte und ältere Menschen sicherer fahren können.

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Da die aktuellen stufenlosen Busse innen einige Stufen aufweisen, um Platz für das Getriebe und andere Geräte zu schaffen, können sich ältere Menschen und Personen mit Gehbehinderung kaum zu den hinteren Sitzen begeben. Deshalb will die Stadtregierung 29 neue Flachbodenbusse einführen, die der japanische Arm des schwedischen Nutzfahrzeugherstellers Scania speziell für den japanischen Markt entwickelt. Und die Stadtregierung plant in Zukunft diese Flachbodenbusse zum Standardtypen zu machen, wie ein Regierungsmitarbeiter mitteilte.

Die neuen Busse kosten jeweils rund 35 Millionen Yen (etwa 267.890 Euro) und sind so rund 1,5 Mal so teuer wie die bestehenden Busse. Doch die Stadtregierung hielt die Anschaffung für notwendig und erklärte sich bereit, als Vorbereitung auf die Olympischen Spiele und die Paralympics 2020 insgesamt 1 Milliarde Yen (etwa 7.654.000 Euro) für die Jahre 2017 und 2018 bereitzustellen. Denn die Stufen in den bestehenden Bussen haben bereits mehrere ältere Menschen zum Sturz gebracht, wenn das Fahrzeug unvermittelt anhalten musste.

Außerdem sammeln sich die Fahrgäste im vorderen Bereich, was zu einer Überfüllung führt. Laut dem Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus (MLIT) gab es im Jahr 2015 rund 490 Unfälle an Bord von Linienbussen, bei denen sich 540 Menschen verletzten. Die neuen Busse werden, wie bereits die aktuellen Busse, Platz für 70 Fahrgäste bieten und sollen ab Herbst eingesetzt werden. Die Stadtregierung von Tokyo wird die neuen Bussen erst einmal auf überfüllten Strecken und in Gebieten mit vielen älteren Fahrgästen einsetzen.

Quelle Kyodo News

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