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Kein Vertrauen

Ton in Südkorea gegenüber Japan wird schärfer

Kyodo: Kurz vor den Präsidentschaftswahlen in Südkorea werden die Stimmen gegenüber Japan schärfer, insbesondere wegen des Militärbündnisses zwischen dem Land mit den USA und Japan.

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Insbesondere der Kandidat der demokratischen Partei Lee Jae Myung schlägt einen harten Ton an und sagte in Bezug auf die Gebietsansprüche Japans auf Inseln, die zum südkoreanischen Hoheitsgebiet gehören, dass Japan kein freundlicher Staat sei, dem man vertrauen könne.

Beziehungen zwischen Japan und Südkorea derzeit sehr frostig

Lee, der bis letzten Monat Gouverneur der Provinz Gyeonggi war, hatte schon früher sein Misstrauen gegenüber Japan zum Ausdruck gebracht.

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Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern haben sich in den letzten Jahren erheblich verschlechtert. Grund dafür ist der Streit um die Entschädigung für Zwangsarbeiter während der Besatzungszeit und ein Streit um die sogenannten „Trostfrauen“.

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Die Vereinigten Staaten haben mit Südkorea und Japan, ihren wichtigsten Sicherheitspartnern in Ostasien, ein Verteidigungsbündnis geschmiedet. Zwischen den beiden Nachbarländern besteht jedoch kein Bündnis.

Lee sagte während seiner Rede, dass zwar ausreichende Vorbereitungen gegen Nordkorea notwendig seien. Allerdings halte er ein dreigliedriges Militärbündnis unter Beteiligung von Washington, Seoul und Tokyo für extrem riskant, wenn man die vage Haltung Japans in Bezug auf territoriale Fragen und seine frühere  Invasion auf der Halbinsel betrachtete.

Vorbereitung auf die Expansionsträume Japans

In einem Interview sagte Lee, Südkorea müsse auf den Fall vorbereitet sein, dass Japans Traum von einer kontinentalen Expansion militärisch ausbricht.

Zur Frage, wie sich Südkorea in der Rivalität zwischen China und den USA positionieren sollte, sagte Lee, dass Südkorea seine kooperativen Beziehungen zu China nicht aufgeben müsse, auch wenn es sein Bündnis mit den Vereinigten Staaten stärke.

Es wird erwartet, dass Lee bei den Wahlen im März gegen den Hauptkandidaten der oppositionellen People Power Party, den ehemaligen Generalstaatsanwalt Yoon Suk Yeol, antreten wird. Der Gewinner wird das Amt von Präsident Moon Jae In übernehmen, dessen einzige fünfjährige Amtszeit im Mai endet.

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