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Unternehmen zieht Konsequenzen

Toshiba entschuldigt sich für Skandal und lässt Vorstandsmitglieder zurücktreten

Am Sonntag wurde ein externer Bericht zu Toshiba veröffentlicht, der einen unfairen Umgang mit ausländischen Aktionäre bestätigte. Das Unternehmen entschuldigte sich für den Skandal und gleich mehrere Führungskräfte traten zurück.

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Bereits am Sonntag wurde bei einer außerordentlichen Sitzung beschlossen, dass zwei externe Direktoren vom Vorstand ausgeschlossen werden und nicht mehr zur Nominierung stehen. Betroffen davon sind Junji Ota, der den Prüfungsausschuss des Unternehmens leitet und Takashi Yamauchi, ein allgemeines Mitglied dieses Ausschusses.

Toshiba sprach sich mit dem Industrieministerium ab

Ebenfalls wurde beschlossen, dass der Vizepräsident von Toshiba, Masayasu Toyohara, und der Managing Director, Masaharu Kamo, ihr Amt niederlegen werden. Ihr Rücktritt soll dabei offiziell am 25. Juni erfolgen.

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Kamo und Toyohara sind laut des Berichts direkt in den Skandal verwickelt. Es wurde festgestellt, dass Toshiba mit dem japanischen Industrieministerium zusammengearbeitet hat, um sich mehr auf ausländische Aktionäre zu stützen.

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An den Absprachen beteiligt waren Kamo sowie Toyohara und sie versuchten mit dem Ministerium Vorschläge der Hauptaktionäre zu verhindern. Es wurde in der Untersuchung festgestellt, dass eine Hauptversammlung der Aktionäre letzten Sommer nicht fair durchgeführt wurde. Ota und Yamauchi hatten angegeben, dass es keine Probleme mit der Versammlung gab.

Für den massiven Vertrauensbruch entschuldigte sich Osamu Nagayama, der Board of Director von Toshiba Corp., am Monate bei der Öffentlichkeit. Er erklärte, dass es Rechtskonformität sowie Corporate Governance gefehlt hat und bestätigte die Vorwürfe aus dem Bericht.

Ehemaliger Chef soll Schuld haben

Nagayama gibt dabei zu, dass es unter seiner Aufsicht auch einen Mangel an Aufsichtsfunktion gibt. Zurücktreten will er aber nicht. Die Notwendigkeit der Geschäftskontinuität sei zur Zeit wichtiger und könnte nicht ausfallen.

Nach Angaben von Nagayama nimmt der ehemalige Chef von Toshiba, Nobuaki Kurumatani, die Schuld für den Skandal auf sich. Kurumatani trat erst diesen April zurück, weil CVC Capital Partners eine Übernahmeanfrage für Toshiba gestellt hatte.

Nagayama spricht sich dafür aus, dass der ehemalige Chef für den derzeitigen Skandal zur Verantwortung gezogen wird, da er große Unruhen im Management verursacht hat und seine Verantwortung sich nicht abstreiten lässt. Weiter wurde versprochen, dass ein unabhängiges Gremium eingerichtet wird, um die genauen Ursachen und die Verantwortung für den Skandal zu untersuchen.

Für die Aktionäre wurde beschlossen, dass es nach der regulären Versammlung am 25. Juni eine weitere außerordentliche Sitzung geben wird, bei der die Vorstandsmitglieder neu besetzt werden. Zuletzt hatte das Unternehmen seinen Ruf international verbessert, da sie mehr auf erneuerbare Energien setzen wollen.

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