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Toshiko Saiki – Der Kampf gegen das Vergessen der Atombombenopfer von Hiroshima

Japan – 40 Jahre lang putzte Toshiko Saiki nahezu täglich ein Denkmal im Friedenspark von Hiroshima. Nun ist die Überlebende der Atombombe im Alter von 97 Jahren verstorben.

Das Denkmal im Hiroshima Peace Memorial Park (Friedenspark Hiroshima) ist den ca. 70.000 unidentifizierten und vergessenen Opfern des Atombombenabwurfs gewidmet, die vor 72 Jahren bei der Explosion oder deren Folgen ums Lebens kamen. Toshiko Saiki hat die Katastrophe vor Ort miterlebt.

Die damals 25-Jährige besuchte gerade Verwandte am Stadtrand, als die Bombe abgeworfen wurde. Beim Versuch, ihre Verwandten zu suchen und zurück ins Zentrum zu gelangen, wurde sie einer gefährlichen Dosis atomarer Strahlung ausgesetzt. Insgesamt 13 Angehörige ihrer Familie kamen an diesem Tag ums Leben.

Als sie 1958 nach Hiroshima zurückkehrte, erfuhr Saiki vom besagten Denkmal im Friedenspark der Stadt. Trotz der ca. 1,5 Stunden langen Fahrt pendelte die Hiroshima-Überlebende fortan täglich dorthin, um den Grabhügel zu pflegen und mit Besuchern über den Atombombenabwurf zu sprechen. Auch machte sie es sich zur Aufgabe, fremden Menschen bei der Suche nach ihren lange verstorbenen Angehörigen zu helfen.

Für ihr unermüdliches Engagement wurde Toshiko Saiki 2005 von der Stadt Hiroshima ausgezeichnet.

Am 3. Oktober diesen Jahres erlitt die mittlerweile 97-Jährige einen Herzinfarkt und verstarb im Krankenhaus. Am Folgetag wurde sie bereits im engen Kreis des Familie bestattet.

„Bald werden uns alle Hibakusha verlassen haben“

Masaki Murakami, 24 Jahre, und selbst fast täglich wegen einer Führung vor der Gedenkstätte, äußerte sich wie folgt zum Tod der 97-Jährigen: „Realistisch gesehen werden uns bald alle, die die Atombombe erlebt haben, verlassen haben. Hibakusha (jap. 被爆者, zu dt. Explosionsopfer) werden die Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 in Japan genannt. Den Hibakusha lastete lange Zeit ein soziales Stigma an. Aufgrund der damals weit verbreiteten Angst, dass Strahlung ansteckend sei oder zu Missgeburten führen könne, hatten die Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki mit Diskriminierung und sozialer Ächtung zu kämpfen.

Amerika hat sich bis heute nicht für die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki entschuldigt. Im Jahr 2016 besuchte der damalige US-Präsident Barack Obama die Gedenkstätte.

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