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Aussichten für die Touristikbranche in Japan sind nicht sehr positiv

Tourismus in Japan ging um 99,9 Prozent zurück

Eigentlich ist Japan ein Land, dass auf den Tourismus setzt, aber durch die Pandemie, die das Land dazu gebracht hat, Einreisen aus 100 Ländern zu sperren, ist die Zahl der einreisenden Touristen völlig zusammengebrochen.

Laut der japanischen Tourismusagentur ist der Touristenansturm im April, im Vergleich zum Vorjahr, um 99,9 Prozent eingebrochen.

Noch nie so wenig ausländische Touristen in Japan

Insgesamt besuchten im April 2.900 ausländische Besucher Japan, im April 2019 waren es 2.926.685 Touristen aus dem Ausland. Seit 1964, seitdem die Zahlen erhoben werden, wurden noch nie so wenig Menschen aus dem Ausland in Japan gezählt, zum ersten Mal überhaupt ist die Zahl unter 10.000 gefallen.

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Bereits im Februar, als die Grenzen noch geöffnet waren, wurde ein Abwärtstrend von 42 Prozent verzeichnet. Im März reisten dann nur noch 193.700 Menschen nach Japan ein.

Seit dem 13. April hat Japan die Grenzen für viele Menschen geschlossen, am 15. Mai wurde das Einreiseverbot auf insgesamt 100 Länder ausgeweitet.

Japan verzeichnete allerdings schon vor der Pandemie einen Rückgang an Touristen. Seit Oktober fallen die Zahlen teils deutlich, was nicht zuletzt am Streit zwischen Japan und Südkorea, sowie dem Taifun Hagibis, der große Teile des Landes verwüstete, liegt.

Um den Abwärtstrend zu stoppen, plant die japanische Regierung den inländischen Tourismus anzukurbeln, indem sie die Hälfte der Reisekosten übernimmt.

Das Programm, in Höhe von 1,35 Billionen Yen, könnte im Juli starten, sollte die Pandemie bis dahin abgeklungen sein.

Aus „Overtourism“ wurde „Undertourism“

Allerdings hat der Einbruch des Tourismus in Japan zur Folge, dass die Touristikbranche immens leidet. 2019 sind insgesamt 31,88 Millionen Menschen nach Japan gereist und haben ca. 4,8 Billionen Yen im Land ausgegeben.

Der Tourismus ist eine wichtige Stütze für die japanische Wirtschaft, viele Unternehmen arbeiten in diesem Bereich und durch die Pandemie ist ihnen die Einkommensgrundlage fast völlig entzogen worden.

Ein Beispiel dafür ist die alte Hauptstadt Kyoto, denn die Stadt klagte im vergangenen Jahr über den stetigen Anstieg von Touristen und führte einige Maßnahmen ein, damit die Einwohner ein wenig Lebensqualität zurückbekommen.

Ein ungewöhnliches Bild, nur wenig Touristen sind in Kyoto unterwegs
Ein ungewöhnliches Bild, nur wenig Touristen sind in Kyoto unterwegs. Bild: 663highland / wikimedia

Durch die Pandemie hat sich dieser „Overtourism“ in einem „Undertourism“ verwandelt. Im März war die Stadt vergleichsweise leer.

Da noch nicht klar ist, wann sich die Situation wieder ändert und die japanische Regierung die Einreiseverbote und Reisewarnungen wieder aufhebt, fangen Resorts an, umzudenken, und verlegen den Fokus auf Touristen aus dem Inland.

Die Dienstleistungen werden dafür den Vorlieben der Japaner angepasst. Das Hoshino Resort ist so ein Resort, das dies kürzlich angekündigt hat.

Schätzungen geben der Tourismusbranche wenig Hoffnung

Insgesamt ist die Lage allerdings prekär und bereits im März wurde davor gewarnt, dass die Branche einen immensen Schaden erleiden wird und viele Geschäfte von der Insolvenz bedroht sind.

Leider sind die Aussagen von Experten ernüchternd, so rechnet die International Air Transport Association damit, dass das Niveau bei Langstreckenflügen erst 2024 auf das von 2019 zurückkehren wird. Auch die beiden japanischen Fluggesellschaften ANA und JAL sind wenig optimistisch.

Es bleibt also fraglich, ob sich die Lage der Tourismusbranche in Japan in absehbarer Zeit bessern wird.

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